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Cantiamo begeistert beim Adventskonzert in der Altstädter Pfarrkirche

Sängerkreis-Chor weckt Vorfreude

Warburg (WB/aho). „Gaudete“ ist die Bezeichnung für den dritten Adventssonntag und bedeutet „Freut Euch“. Unter dieses Motto hat der Sängerkreis-Chor Cantiamo sein Adventskonzert in der Altstädter Pfarrkirche St. Marien gestellt.

Vom 16. Jahrhundert bis ins 21. Jahrhundert reichte die Bandbreite der adventlichen Lieder des Sängerkreis-Chores Cantiamo unter dem Dirigat von Katrin Leykauf. Foto: Astrid E. Hoffmann

30 Sängerinnen und Sänger boten unter dem Dirigat von Katrin Leykauf ein eher ruhiges, getragenes Chorkonzert mit einem flotten Finale. Besonders begeisterten die Stimmen bei den vier Teilen des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach.

„Wir wollen nicht lustig sein, wie sonst manchmal in den Konzerten, aber Freude ausstrahlen“, sagte ein Chorsänger zum Einstieg. „Hört der Engel helle Lieder“ bildete den Auftakt, in Frankreich als „Les anges dans nos campagnes“ aus dem 18. Jahrhundert bekannt. Darauf ging es mit „Freu‘ dich, Erd- und Sternenzelt“ nach Böhmen. Zu den ältesten deutschsprachigen geistlichen Gesängen gehört der adventliche Choral „Es kommt ein Schiff geladen“ der schon hinübertrug zum Weihnachtsoratorium von Bach. Die Stücke „Seid froh, dieweil“, „Wir singen dir in deinem Heer“, „Wie soll ich dich empfangen“ und „Herrscher des Himmels“ zeigten die besondere Qualität der Chorsänger aus dem Kreis Höxter. „Eine gute Intonation“, lobte Pfarrer Johannes Insel, der das Adventskonzert insgesamt als „Highlight“ bezeichnete.

Im Satz von Michael Praetorius, dem Pfarrerssohn aus Creuzburg/Werra, ließen die Stimmen „Es ist ein Ros entsprungen“ erklingen. „An Dezembertagen kann es sein, dass es abends freundlich klopft...“, zitierte eine Chorsängerin den Text von Anne Steinwart. Dann folgte „Hark! The herald angels sing“ in der Komposition von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809 – 1847) und „Ave verum“ von Wolfgang Amadeus Mozart, wobei es stimmlich in die Höhe ging.

„Ich wünsche Dir Zeit“ zu allerlei Dingen, erklärte ein Chormitglied in einem kleinen Vortrag. Diese kurzen Gedanken zwischen den gut ausgewählten Liedern harmonierten perfekt.

Noch einmal nach Frankreich führte „La Marche de Rois“ bevor es neuzeitlich zu Hubert von Goisern mit „Weit, weit weg“ und dem nahenden Finale ging. Mitten im kalten Winter („In the bleak mid-winter“ in der Vertonung von Gustav Holst) wurde es gleich wärmer bei „Shackles“ von MaryMary. Bei dem Gospel „This little light of mine“ durfte das Publikum endlich mitklatschen. Dem tosenden Applaus folgte eine Zugabe und als krönender Abschluss das gemeinsam mit dem Publikum gesungene „Oh, du fröhliche“.

Die Kirche war sehr gut besucht. Diese Resonanz erfreute die Cantiamo-Mitglieder sehr.

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