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Stadtverwaltung stellt Pläne zum Umbau der Unterstraße auf Bürgerversammlung vor

Sanierung in zwei Abschnitten geplant

Warburg (WB). Die Pläne zum Umbau der Unterstraße haben Fachleute der Stadtverwaltung und des Planungsbüros Lohaus+Carl am Dienstagabend bei einer Bürgerversammlung erläutert. Viele Bürger besuchten die Veranstaltung im PZ – und geizten nicht mit Verbesserungsvorschlägen.

Daniel Lüns

Bürgermeister Michael Stickeln (6. von links) und (von links) die weiteren Vertreter der Stadtverwaltung, Andreas Appelhans, Wolfgang Voss, Helmut Schmitz, Ulrich ­Klare und Rainer Ehle, sowie die Fachleute des Planungsbüros Lohaus+Carl, Anton ­Volmer und Thomas Köhlmos, erklärten den Bürgern die Pläne. Foto: Daniel Lüns

Zwei Abschnitte geplant

Die Planung sieht vor, die Unterstraße im Zuge des barrierefreien Umbaus der Innenstadt in zwei Abschnitten umzubauen, »damit es für die Anwohner erträglicher wird«, wie Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln erklärte.

Der Abschnitt sei mit einer Straßenlänge von 740 Metern und einer Fläche von 5750 Quadratmetern auch der größte Bauabschnitt des Projektes.

Zweiter Teil in 2019

Nach dem aktuellen Stand der Planung soll der erste Teil des achten Bauabschnitts 2018 erledigt werden. Er beginnt an der Stelle, an der die Piepenbrinkgasse in das Paderborner Tor mündet, geht über die Unterstraße und schließt die Hellepfortenstraße mit ein.

Der zweite Teil des achten Bauabschnitts steht 2019 auf der Agenda. Er geht von der Einmündung der Hellepfortenstraße in die Unterstraße bis zum Gebrüder-Warburg-Platz.

Anregungen willkommen

Stickeln betonte während des Abends mehrfach, dass die Ideen noch nicht in Stein gemeißelt seien.

»Wir sind nicht hier, um eine Planung durchzuboxen. Die Fraktionen werden alle ihre Fragen und Anregungen schriftlich bekommen. Gemeinsam werden wir das dann diskutieren. Es ist noch früh genug«, erklärte das Stadtoberhaupt. So manchen Anwesenden konnte das jedoch nicht beruhigen.

Lebhafte Debatte

Viele Bürger ärgerten sich über die Planungen der Fachleute – und machten ihrem Ärger in einer lebhaften Debatte Luft. Unter anderem regten sie an, das weiße Laufband in Fahrtrichtung rechts anzulegen statt wie geplant auf der linken Seite und die Parkplätze dafür auf die linke Straßenseite zu verlegen.

Mancher Anwohner befürchtete, durch die vor seinem Haus parkenden Autos künftig nicht mehr aus dem Fenster schauen zu können. Ein Vorschlag sah gar vor, zur Kostenersparnis über eine Komplettasphaltierung der Strecke nachzudenken.

Vor-Ort-Termin erwünscht

Auch baten die Bürger darum, dass sich die Stadt an der Unterstraße künftig gegen potenzielle Raser engagiert. Für Unmut sorgte auch, dass an der Unterstraße statt 22 nur noch 20 Parkplätze zur Verfügung stehen sollen.

Vor allem fühlten sich manche Bürger bei der Planung zur Unterstraße übergangen. Sie hätten den Verantwortlichen ihre Sicht der Dinge gerne in einem Vor-Ort-Termin erklärt. Das Stadtoberhaupt sagte daraufhin zu, so ein Treffen zu arrangieren.

Ausschüsse entscheiden

»Den Termin werden wir noch bekannt geben«, sagte Stickeln. Das Vor-Ort-Treffen müsste kurzfristig erfolgen, denn bereits am 19. September soll die Unterstraße Thema im Bezirksausschuss sein.

Am 21. September soll der Ausbau im Planungsausschuss besprochen werden, am 10. Oktober soll der Stadtrat darüber abstimmen.

Ausschreibung Ende des Jahres

Zum Ende des Jahres sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden. Danach werden auch die genauen Kosten des Umbaus feststehen.

Geplant ist, die Arbeiten am ersten Teil des achten Bauabschnittes im Februar oder März mit dem Verlegen der Hausanschlüsse (Kanal, Wasser, Strom) zu beginnen, sofern es die Witterung zulässt. Bis Ende 2018 sollen die Arbeiten an diesem Teilabschnitt beendet sein.

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