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Wassermassen ergießen sich in Dörfer – Keller unter Wasser – Baum stürzt auf Haus

Schlammlawine verwüstet Wormeln

Warburg (WB). Sturmböen, Starkregen und Hagel haben am Donnerstagabend für große Verwüstungen in Wormeln (Stadt Warburg) gesorgt. Eine kleine Schlammlawine ergoss sich vom Ober- in das Unterdorf.

Ralf Benner

Wassermassen und kein Ende: Die Ortsmitte von Wormeln hat sich kurzzeitig in einen See verwandelt. Foto: Feuerwehr Warburg

Ortsvorsteher Willi Menge berichtet, dass der Niederschlag von 18 Uhr an etwa 20 Minuten lang auf den Feldfluren unterhalb der Scheune Ritgen, am Wieherborn, an den Siehen sowie oberhalb des Sportplatzes am Huweg auf die Felder einschlug. Gegen 21 Uhr folgte noch ein weiteres Gewitter mit Starkregen.

50 Liter Wasser fallen auf einen Quadratmeter

Der Boden konnte die große Menge an Regen nicht aufnehmen, sodass sich Wasser, Sedimente, Schlamm und Geröll ins Dorf ergossen. »Es fielen in wenigen Stunden 50 Liter Wasser auf einen Quadratmeter«, sagt Willi Menge. Der Ortsvorsteher ist leidgeprüft. Bereits zum vierten Mal in diesem Jahr hat es Wormeln getroffen, zuletzt am 12. Mai.

In Garagen und Keller lief teilweise Wasser ein. Der Bereich an der Twistetalhalle und der Vorplatz hinter dem Sportheim waren mit einer etwa 15 Zentimeter dicken Schlammschicht überzogen. Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie etliche Wormelner waren mit Traktoren, Besen und Schubkarren bis Mitternacht im Einsatz, um Schlammmassen zu beseitigen. Mitarbeiter des Kommunalunternehmens der Stadt (KUW) halfen mit Radladern. Am Freitag gingen die Aufräumarbeiten dann weiter.

15 Zentimeter dicke Schlammschicht

 Viel zu tun gab es für Feuerwehren und Polizei im gesamten Kreis Höxter. Im Südkreis wurden allein 16 Einsätze gezählt. Betroffen waren neben Wormeln auch Germete, Herlinghausen, Dalheim, Calenberg und Welda. Auch hier verunreinigten Starkregen und Schlamm die Fahrbahnen, die von der Feuerwehr gesäubert werden mussten. Die Lage war in diesen Orten allerdings nicht so dramatisch wie in Wormeln, wenngleich sich die Hauptstraße in Herlinghausen kurzzeitig in einen Fluss verwandelte.

100 Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort

In Germete, Welda und auf der B 7 bei Warburg stürzten Bäume auf die Fahrbahnen. In Germete, Untere Sülte, krachte ein Baum auf ein Hausdach. Die Krone riss das Dach auf einer Länge von mehreren Metern auf. Mit einer Plane wurde das Loch abgedeckt.

Im Einsatz waren am Donnerstagabend von der Freiwilligen Feuerwehr Warburg die Löschgruppen Calenberg, Herlinghausen, Germete, Ossendorf, Welda und Wormeln sowie der Löschzug Warburg mit 100 Einsatzkräften.

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