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Ortsumgehung Calden auf gutem Weg

Schneller nach Kassel

Warburg/Calden (WB). Eines der größten Infrastrukturprojekte der Region Ostwestfalen und Nordhessen ist buchstäblich auf einem guten Weg. Der Bau der Ortsumgehung Calden geht nicht nur „schnell und gut voran“, wie das Straßenbauamt „Hessen Mobil“ berichtet. Sie wird auch von hunderten Pendlern aus Warburg sehnlichst erwartet.

Jürgen Vahle

Der Neubau der Jungfernbachtalbrücke ist ein zentrales Element der Ortsumgehung, die in Zukunft täglich von hunderten Berufspendelern aus Warburg genutzt wird. Foto: Jürgen Vahle

Nach jüngsten Zahlen des Statistischen Landesamtes NRW machen sich täglich 469 Pendler auf den Weg aus der Hansestadt nach Kassel zur Arbeit. Viele dieser Berufspendler nutzen das Auto, obwohl es von Warburg aus auch gute Zugverbindungen gibt. Und die meisten quälen sich auch jeden Morgen durch Calden, um zu ihrem Job zu kommen.

Das wird sich nach der Fertigstellung der Ortsumgehung ändern. Bis es soweit ist, brauche die Betroffenen aber noch etwas Geduld. „Hessen Mobil“ geht davon aus, dass erst Ende 2022 der gesamte Verkehr über die Trasse reibungslos rollen wird.

Brücke ist 330 Meter lang und 15 Meter hoch

Gebaut wird bereits seit Juni 2016. Die extrem lange Zeit bis zur Fertigstellung hängt zum einen mit der extremen Größe des Projekts zusammen – so beispielsweise der Bau einer Brücke, die das Caldetal über eine Länge von 330 und einer Höhe von 15 Metern überspannt. Auf der anderen Seite ist nach Informationen des „Aktionsbündnisses Pro B7-Ortsumfahrung“ die boomende Baukonjunktur schuld an der Verzögerung.

Schätzungen gehen von einem Kostenrahmen von mehr als 40 Millionen Euro für das Gesamtprojekt aus, die von der Bundesrepublik Deutschland (etwa 50 Prozent), dem Land und dem Landkreis Hessen sowie auch der Flughafen GmbH geschultert werden.

Von Warburg aus fahren die Pendler in Zukunft wie bislang bis zum Kreisel am Flughafen Kassel-Calden. Von dort wird dann auf die neue Straße eingebogen. Ein bislang toter Anschluss am Kreisel existiert bereits. Hinter Calden mündet die B7 dann nach Überquerung der neuen Caldetalbrücke wieder auf die alte Trasse.

„Pendler aus Warburg schneller in Kassel“

„Gewünschter Nebeneffekt ist natürlich, dass die Pendler aus dem Warburger Land in Zukunft reibungsloser und auch schneller in Kassel sind“, berichtet Marco Lingemann, Sprecher von Mobil Hessen. Und sie dürften dann auch sicherer unterwegs sein. Vor allem die von „Hessen Mobil“ bereits als „Brandkurve“ bezeichnete Strecke am Schäferberg wird entschärft. Dort kommt es besonders im Winter immer wieder zu teils schweren Unfällen.

Im Zuge des Neubaus werden auch zahlreiche kleinere Über- und Unterführungen, Brücken (wie die Caldetalbrücke) sowie die Kreisstraße nach Burguffeln und eine Landesstraße neu gebaut. Davon merkt der Autofahrer aus dem Warburger Land allerdings in Zukunft wenig. Er fährt vom Kreisel am Flughafen in weitem Bogen an der Ortslage vorbei in Richtung Kassel.

Informationen zum Aktionsbündnis gibt es unter: aktionsbuendnis-calden.de

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