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Warburger Seniorenzentrum St. Johannes verteilt 4000 FFP2-Masken – Impfungen sind in Vorbereitung

Schnelltests auch für Angehörige

Warburg

Das Corona-Virus lässt sich nur mit großem Aufwand stoppen. Das haben Mitarbeiter und Bewohner des Seniorenzentrums St. Johannes in Warburg zu Beginn der Pandemie leidvoll erfahren müssen. Das Haus wurde zu einem ersten Hotspot im Kreis Höxter.

Jürgen Vahle

Thomas Berens, Chef des Warburger Seniorenzentrums St. Johannes, will mit geschenkten FFP2-Masken an die Angehörigen dafür sorgen, dass die Bewohner auch über Weihnachten gesund bleiben. Auch Corona-Schnelltests werden angeboten. Foto: Jürgen Vahle

Seit dieser Zeit und vor allem jetzt vor Weihnachten werden daher alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass die Bewohner nicht nur ein schönes, sondern vor allem sicheres Fest feiern können. Geschäftsführer Thomas Berens setzt bei den Besuchern an, bei den Angehörigen und engen Freunden.

Seit dem 1. April ist für die Mitarbeiter des Hauses bereits das Tragen der besonders sicheren FFP2-Masken Pflicht. 4000 Masken und mehr pro Monaten werden benötigt. Und seit Anfang Dezember dürfen Besucher das Haus nur noch betreten, wenn sie sich vor Ort anmelden, einen Fragebogen ausfüllen, Fieber messen lassen und ebenfalls eine solche FFP2-Maske tragen. „Wer keine besitzt, dem stellen wir kostenlos eine zur Verfügung“, berichtet Thomas Berens. Seit dem 16. Dezember sind FFP2-Masken für Pflegeheim-Besucher auch generell Pflicht. In St. Johannes gab es diese Regelung schon zwei Wochen früher.

„Wir wollen maximale Sicherheit über die Feiertage“, macht Thomas Berens deutlich – und lässt daher auch einen weiteren Baustein der Vorsorge ausbauen: den Corona-Schnelltest. Für Mitarbeiter des Hauses ist er bereits die Regel, jetzt soll er verstärkt auch Besuchern angeboten werden.

„Eine Vielzahl an Infektionen wird im häuslichen Umfeld übertragen. Sind die Angehörigen negativ, ist das der beste Schutz für unsere Bewohner“, ist Thomas Berens sicher. In der Zeit von Heiligabend bis zum 3. Januar bietet die Einrichtung von 13 bis 15 Uhr täglich und kostenlos Corona-Schnelltestes für Besucher an.

Bereits in den vergangenen Wochen habe es das Angebot gegeben, allerdings nicht in dieser Regelmäßigkeit. Man habe aber durchaus schon Infektionen von Angehörigen auf diese Art und Weise feststellen und damit auch die Bewohner schützen können. „Familienmitglieder, die sich nicht gut fühlten oder Halskratzen hatten, sind eigens zu uns gekommen, ums sich testen zu lassen und auf Nummer sicher zu gehen“, berichtet Thomas Berens. „Die Kontaktbeschränkungen sind während des Lockdowns an den Festtagen leicht gelockert. Wir müssen davon ausgehen, dass zu Weihnachten Begegnungen innerhalb der Familienkreise stattfinden“, berichtet der Einrichtungsleiter.

Und um die Sicherheit weiter zu erhöhen, hat das Seniorenzentrum für alle Besucher der Senioren noch ein Gesundheitsgeschenk parat: einen kleinen Karton mit zehn FFP2-Masken.

Auch in Sachen Corona-Impfung sind die Vorbereitungen weitgehend abgeschlossen. Thomas Berens geht davon aus, dass St. Johannes eine der ersten Einrichtungen seien wird, in denen die Impfungen angeboten werden. Womöglich geht es schon zwischen den Jahren los.

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