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Stadtwerke-Mitarbeiter helfen im Ordnungsamt aus

Schon 1600 Quarantänefälle

Warburg

Die Corona-Pandemie stellt die Mitarbeiter der Warburger Stadtverwaltung vor immer größere Herausforderungen. Das hat Bürgermeister Tobias Scherf in der jüngsten Ratssitzung klargemacht.

Jürgen Vahle

Symbolbild Foto: dpa

Seit Ausbruch der Pandemie hätten vor allem die Mitarbeiter des Ordnungsamtes extrem viel zu tun. 1600 Menschen aus dem Warburger Stadtgebiet hätten bis vergangene Woche in Quarantäne geschickt werden müssen, 2400 Bescheide seien erstellt und auch an den Wochenenden verteilt worden.

Daneben hätten die Mitarbeiter der Ordnungsverwaltung mehr als 100 Hygienekonzepte überprüft, die von Vereinen oder Verbänden für die Organisation von Veranstaltungen oder für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs geschrieben worden seien. 30 Fälle seien geahndet worden, bei denen sich Menschen unerlaubt zu Partys oder anderen Treffen zusammengefunden hätten.

Dies alles sei nur noch zu schaffen, weil drei Mitarbeiter der Stadtwerke beim Ordnungsamt ebenfalls mit ins Rad greifen würden. Dafür und für den Einsatz der Ordnungsamtsmitarbeiter bedankte sich Tobias Scherf ausdrücklich.

Verständnis für Maßnahmen geht langsam zurück

Der Bürgermeister berichtete auch, dass das Verständnis der Menschen für die Maßnahmen langsam zurückgehe. „Das Thema wandelt sich, der Widerstand wird auch ein Stück weit aggressiver – bis hin zu Maskenverweigerern“, berichtete Tobias Scherf. Es habe bereits Fälle gegeben, bei denen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes die Polizei hätten zur Hilfe rufen müssen.

Auch zur Disziplin der Schüler äußerte sich Scherf. Zuletzt hatte es Kritik an ihrem Verhalten gegeben. Das Ordnungsamt hatte in einem Schreiben an die Warburger Schulleiter beklagt, dass besonders vor dem Unterricht und in den Pausen ältere Schüler in Gruppen ohne Maske außerhalb des Schulhofes zusammenstünden und sich sogar Zigaretten teilten.

„Die große Masse der jungen Leute ist mittlerweile sehr einsichtig“, erklärte Scherf, der von keinen weiteren Klagen berichtete.

Rat bedankt sich für Geleistetes

Die Pandemie sei noch lange nicht vorbei – und daher sei das Ordnungsamt auch über die anstehenden Feiertage im Dienst, um Quarantänebescheide zu erstellen und zu verteilen, sagte er weiter.

Der eindrückliche Bericht über die Arbeit des Ordnungsamtes in der Corona-Pandemie wurde von den Mitgliedern des Rates mit hohem Respekt aufgenommen. CDU-Fraktionschef Hubertus Kuhaupt bedankte sich stellvertretend bei Amtsleiter Andreas Scholle und seinem Team für den „riesigen Wust an Arbeit“, der derzeit bewältigt würde.

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