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Baustelle, Bäckerei, Bad – eine Auswahl an kalten und warmen Arbeitsplätzen

Schuften im Hochsommer

Warburg (WB). Temperaturen um die 30 Grad, dazu strahlender Sonnenschein – so sieht das Wetter in Warburg seit ein paar Tagen aus. Das WESTFALEN-BLATT hat sich nach kalten und warmen Arbeitsplätzen umgeschaut und gefragt, wie die Menschen mit dem Wetter umgehen.

Daniel Lüns

Bäderbetriebsleiter Stefan Bosse muss sich bei seiner Arbeit im Waldbad gut mit Sonnencreme einschmieren – sonst droht ganz schnell ein Sonnenbrand. Bei Kontrollgängen über das Areal ­versucht Bosse außerdem, möglichst häufig im Schatten zu bleiben. Foto:

Arbeiten auf der Baustelle

Auf der Baustelle an der Sternstraße schuftet auch Andrej Kraft. Die Arbeit in der prallen Sonne ist eine schweißtreibende Angelegenheit. »Im Bagger zum Beispiel haben wir zwar eine Klimaanlage. Aber wir lassen bei der Arbeit die Türen offen stehen, um unsere Kollegen zu hören. Da bringt die Klimaanlage nicht viel«, erklärt er. Da helfe nur eins: viel trinken.

Ofenluft ist 200 Grad heiß

Zwei bis drei Liter Wasser am Tag trinkt zum Beispiel Maria Miller. Wenn die Mitarbeiterin von Goeken backen an der Hauptstraße den Ofen öffnet, dann strömt ihr mehr als 200 Grad heiße Luft entgegen. »Im Winter ist es hier herrlich«, sagt sie und lächelt. Viel trinken und abkühlen, die Kunden täten ihr das gleich: »Erdbeerschnitten, Obst, Salate, das läuft gut. Eben vieles, was kalt ist.«

Eis-Klassiker: Vanille und Haselnuss

Über diesen Trend freut sich Husein Sabotic. In der Eisdiele Augusta steht er hinter der Kühltheke und stillt den Kälte-Hunger mit Eis. Cookies oder Maracuja, diese Sorten seien gefragt. »Aber auch die Klassiker, wie Vanille oder Haselnuss«, sagt er. »Wir haben das im Geschäft sofort gemerkt, dass es warm wurde.« Spätestens seitdem seien die Leute heiß aufs Eis.

Kurze Hose geht nicht

Wer sich nicht Abkühlen kann, der verzichtet auf Kleidung – etwa in den Warburger Filialen der Vereinigten Volksbank. Mitarbeiter würden zwar nicht in kurzer Hose zur Arbeit kommen, sagt Marketing-Mitarbeiter Burkhard Sarrazin. Auch sei gewünscht, dass die Kollegen im Kundendienst eine Krawatte tragen. »Aber in den anderen Bereichen darf die ruhig auch mal ab«, sagt Sarrazin.

Ventilatoren in der Bank

In der Filiale der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold sorgen, wenn nötig, Ventilatoren für ein angenehmes Lüftchen, erklärt Jutta Hanke, stellvertretende Leiterin Unternehmenskommunikation. »Im alten Fachwerkgebäude lässt es sich hinter den dicken Mauern auch bei warmen Außentemperaturen gut aushalten.«

Jackett wird abgelegt

Wann ein Mitarbeiter in Warburg Kleidung ablegt, kommt bei der Sparkasse Höxter auf den Anlass an. »Bei Firmenkunden zum Beispiel bleibt die Krawatte eher dran. Aber wir bleiben nicht per se an diesen Förmlichkeiten hängen«, erläutert Pressesprecher Franz-Gerd Brökel. Auch das Jackett dürfe mal abgelegt werden.

Die Manta-Platte geht immer

Und was gibt’s in der Mittagspause zu Essen? Hähnchen, Burger und Manta-Platte zum Beispiel! Im City-Grill an der Marktstraße verkaufen sich diese Gerichte auch im Sommer gut. »Wenn es warm wird, geht der Verkauf erst einmal zurück. Aber in den kommenden Tagen pendelt sich das wieder ein«, erklärt Inhaber Wolfgang Gumm.

10.000 Besucher im Waldbad

Über Besucherzahlen kann sich auch Stefan Bosse nicht beklagen. »Seit dem 21. Mai hatten wir im Waldbad schon etwa 10.000 Besucher«, sagt der Bäderbetriebsleiter. »Dann wird es noch mal richtig voll, wenn die Schule aus ist. Das bleibt bis zum Schluss so.«

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