1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Warburg
  6. >
  7. Schützen zeigen alte Postkarte

  8. >

Besondere Informationen zum Warburger Kleinod entdeckt

Schützen zeigen alte Postkarte

Warburg (WB/vah). Der Warburger Schützenverein hat jetzt das Bild einer besonderen Postkarte zur Veröffentlichung auf den internen Kanälen aufbereitet. Die Postkarte hat der ehemalige Hauptmann der II. Kompanie, Volkhard Leifels, seinerzeit vom verstorbenen Ortsheimatpfleger Dr. Albert Kröger zur Verfügung gestellt bekommen. Jetzt soll sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Vom Warburger Schützenkleinod hat es sogar einmal eine Postkarte gegeben. Ein Bild davon haben die Schützen jetzt veröffentlicht. Foto: Warburger Kreisblatt

Wie alt die Karte ist, wissen die Schützen nicht genau. Was darauf zu sehen und beschrieben wird, ist aber eindeutig: das Schützenkleinod. Detailliert wird auf dieser kleinen Postkarte auf die Geschichte des wohl wichtigsten Prunkstücks des Vereins eingegangen.

Das Kleinod stammt aus der Werkstatt des berühmten Warburger Silberschmieds und Kupferstechers Anton Eisenhoit (1554 bis 1603), ist ganz aus Silber gefertigt, 270 Gramm schwer und hat eine Höhe von 12 Zentimetern und eine Breite von 7,5 Zentimetern, wird auf der Postkarte beschrieben. Die Vorderseite zeigt in der Mitte, von reichem Figurenschmuck umrahmt, das Warburger Stadtwappen, die Doppellilie. Auf der Rückseite ist ein eingravierter Adler mit erhobenen Fittichen, darüber die Inschrift „Ahn Godt niemandt verzage, geluk kumpt aldage“.

Auf der Postkarte wird das Kleinod als „Meisterwerk der Silbertechnik und Gravierkunst“ gerühmt.

Seit Jahrhunderten trägt übrigens der jeweilige Warburger Schützenkönig das Kleinod als Abzeichen seiner Würde an einer silbernen Kette auf der Brust. Unter französischer Herrschaft wurde die Kette 1811 schon einmal öffentlich versteigert. Landrat Hiddessen gelang es aber 1818, sie zu erwerben und an die Schützengesellschaft zurückzugeben. Bis heute wird das Schützenkleinod im Verein sicher verwahrt und von den Königen mit besonderer Sorgfalt behandelt.

Gedruckt wurde die Postkarte übrigens von der „Buchdruckerei Warburger Kreisblatt“, deren Rechtsnachfolger das WESTFALEN-BLATT ist.

Startseite