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Schmetterlings-Skulptur lädt künftig an Warburgs Wahrzeichen zum Fotografieren ein

Schwalbenschwanz erwartet Besucher am Desenberg

Warburg

Elf stählerne Skulpturen sind an verschiedenen Orten in den Kreisen Höxter und Lippe zu finden. Eine davon ziert jetzt den Desenberg. 2,30 Meter hoch und rund 500 Kilogramm schwer sind die Flügel aus Stahl, die den dort beheimateten Schwalbenschwanz abbilden. 

Sie haben den neuen Vista-Point präsentiert (von links) Birgit Hübner (Geschäftsführerin Naturpark Teutoburgerwald/Eggegebirge), Hans Kordes (Maschinenbautechniker und freischaffender Künstler), Bürgermeister Tobias Scherf und Lucas Simon (Touristiker der Hansestadt Warburg). Foto: Hansestadt Warburg

Das Besondere: Die Installation lädt zum Fotografieren ein. Jeder, der mag, kann sich, eingerahmt von den Flügeln, als übergroßer Schwalbenschwanz vor der Kulisse des Warburger Wahrzeichens ablichten lassen.

Wer sich vom Parkplatz auf den Erlebnispfad zum Bergplateau begibt, kann die neuen Flügel gar nicht verfehlen. Schon nach einem kurzen, etwas steileren Wegstück ist die Skulptur erreicht.

Der von Birgit Hübner (Geschäftsführerin Naturpark Teutoburgerwald/Eggegebirge) ausgesuchte Platz eigne sich gleich aus mehreren Gründen nahezu perfekt, macht die Stadt Warburg in einer Pressemeldung deutlich: Dort, wo die Flügel jetzt stehen, sei eine sogenannte ruderalisierte Fläche. „Das heißt, die Fläche ist nährstoffreicher als die extensiven Flächen am Hang. So findet kein Eingriff in die hier vorkommende, seltene Vegetation statt, die der Schwalbenschwanz zum Leben benötigt“, erklärt sie. Aus diesem Grund habe die untere Naturschutzbehörde (UNB) die Genehmigung für die Installation gegeben.

Zudem sei die Kulisse genau an diesem Punkt nahezu perfekt: Stelle man sich zwischen die Flügel, erscheine der Desenberg samt seiner Burgruine erhaben im Bildhintergrund. „Der Parkplatz wäre als Ort beliebig gewesen – aber dieser Punkt hier, der ist spannend“, resümiert Hans Kordes, der die stählernen Flügel geschaffen und am Berghang befestigt hat.

„Fotopoints sind überall beliebt“

Zur technischen Klarstellung trafen sich der Künstler und Birgit Hübner vorab am Desenberg. Kordes war sich ob der Steilheit des Hanges zunächst unsicher: „Beim Abklären des geplanten Standortes für die Flügel und die näheren Planungen zur Befestigung und Transport dachte ich erst: Oha – das wird schwierig“, erinnert er sich. Schließlich habe aber doch alles gut funktioniert

Die Verankerung im Boden erfolgte „quasi minimal-invasiv“, so Künstler Kordes: Kein Beton, sondern ein massiver Grundrahmen, der in sich selbst steht, hält die Flügel am Hang. „Das Gelände haben wir mit Schotter ausgeglichen“, erklärt der gelernte Maschinenbautechniker, der seit sieben Jahren als freischaffender Künstler tätig ist.

Hans Kordes hat die letzte Fuhre Schotter um den Fotopoint am Desenberg verteilt. Foto: Hansestadt Warburg

Die Initiatorin für die Skulptur ist Birgit Hübner: „Der gelb-schwarze Schwalbenschwanz kommt auf dem Desenberg sehr oft vor – und bei jungen Leuten sind solche Fotopoints sehr beliebt“, erklärt sie den Ursprung zu ihrer Idee für die Stahl-Flügel. Die besondere Flügelform des Schwalbenschwanzes sowie seine gelb-schwarze Zeichnung hat Hans Kordes in die stählernen Flügel aufgenommen: Die Aussparungen bilden die gelbe Färbung der Flügel ab, die geschwungenen, stählernen Linien die schwarze. „Und dieser kleine Haken hier unten an den Flügelspitzen ist auch ein Merkmal des Schwalbenschwanzes“ erklärt Hans Kordes die Form der Flügel, die je nach Jahreszeit und Vegetation nun ihr Gewand wechseln werden.

Erlebnispfade in Germete und am Hammerhof

Neben der Skulptur am Hang des Desenbergs sind in den Kreisen Höxter, Lippe und Paderborn noch zehn weitere Stahl-Kunstwerke, wie beispielsweise eine stählerne Ziegenherde zu finden. „Zum Thema Waldwandel im Zeichen des Klimawandels wurde zudem eine App mit zwei Wegen entwickelt. Ein Weg davon führt durch den städtischen Wald in der Nähe des Waldinformationszentrums Hammerhof“, erklärt Birgit Hübner. „Im Mai soll außerdem in Germete ein Erlebnispfad für Familien eröffnet werden“, kündigt sie an.

Birgit Hübner (Geschäftsführerin Naturpark Teutoburgerwald/Eggegebirge) und Hans Kordes (Maschinenbautechniker und freischaffender Künstler) haben die letzte Hand an der neuen Stahl-Skulptur gelegt. Foto: Hansestadt Warburg

„Der Fotopoint lädt unsere Gäste dazu ein, ihre Erlebnisse am Desenberg mit schönen Fotomotiven festzuhalten. Wir freuen uns auf viele tolle Aufnahmen, die über die sozialen Medien geteilt unsere schöne Hansestadt weiter bekannt machen können“, sagt Bürgermeister Tobias Scherf. Für die Zukunft sind weitere Fotopoints geplant: „Die Fügeler-Kanone in der Warburger Kernstadt und die Burgruine auf dem Desenberg sind zwei weitere Orte, die sich sicher gut für einen solchen Point eignen“, kündigt Lucas Simon, Touristiker der Hansestadt Warburg, an.

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