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Warburger Meisterkonzerte bieten auch in der Saison 2017/18 Begegnung mit großer Klassik

Solisten sollen Ausrufezeichen setzen

Warburg (WB). Das Programm der Warburger Meisterkonzerte ist in der Saison 2017/18 von zwei großen Orchester-Konzerten umrahmt. Den Auftakt macht am ersten Oktoberwochen-Sonntag – wie berichtet – das Kurpfälzische Kammerorchester, beschlossen wird die Konzertsaison vom Barockorchester »l’arte del mondo«.

Ulrich Schlottmann

Das Frankfurter Hába Quartett spielt in Warburg unter anderem das zweite Streichquartett von Alexander Borodin. Das Ensemble wurde bereits 1946 in Prag gegründet. Foto:

Der künstlerische Leiter der Meisterkonzertreihe, Peter Ernst, hat das Programm jetzt im Kreis des Beirats und der Sponsoren vorgestellt. Neben den beiden Orchestern sollen die herausragenden Solisten Ausrufezeichen setzen. So steht am 1. Oktober die Begegnung mit dem französischen Klarinettisten Paul Meyer an, der schon in den wichtigsten Konzerthallen der Welt gespielt hat. »Eine unglaubliche Bühnenpräsenz« bescheinigt Peter Ernst der Cellistin Raphaela Gromes, die am 4. November zu erleben ist. Ein zweiter Klarinettist tritt am 3. März auf: Matthew Hunt, einer der führenden britischen Solisten auf diesem Instrument. Am 20. April gibt es dann ein Wiedersehen mit dem bekannten Bratschisten Nils Mönkemeyer, der schon einmal in der Hansestadt zu Gast war.

Orchesterkonzert zum Auftakt

Festkonzert zur Oktoberwoche: Kurpfälzisches Kammerorchester mit Paul Meyer Klarinette: Der französische Klarinettist und Dirigent Paul Meyer steht im Fokus des ersten Meisterkonzertes der neuen Saison. Gemeinsam mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester gestaltet der weltbekannte Musiker das traditionelle Festkonzert zur Oktoberwoche, das in diesem Jahr am Sonntag, dem 1. Oktober um 19:30 Uhr in der Aula des Gymnasium Marianum stattfindet.

Paul Meyer konzertierte bereits in den wichtigsten Konzerthallen der Welt und spielte mit den besten Orchestern auf allen Erdteilen.Auch seine zweite Karriere als Dirigent hat in den vergangenen Jahren immer mehr Formen angenommen. Inzwischen ist er als Orchesterleiter in Europa ebenso gefragt wie in Asien. Beim Festkonzert zur 69. Warburger Oktoberwoche können die Konzertbesucher den Ausnahmemusiker in beiden Paraderollen erleben: Als Dirigent des Kurpfälzischen Kammerorchesters mit Werken von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Edward Elgar sowie - in Personalunion - als Solist des herrlichen Klarinettenkonzertes von Gerald Finzi.

Charismatische Künstlerin

»Serenata Italiana«: Raphaela Gromes (Violoncello) und Julian Riem (Klavier) am 4. November

Mit Raphaela Gromes präsentieren die Warburger Meisterkonzerte in dieser Saison nicht nur die aktuelle Preisträgerin des Deutschen Musikrates, sondern auch eine der vielversprechendsten Nachwuchs-Instrumentalistinnen des Landes. Kritiker bejubeln ihre überragende künstlerische Persönlichkeit und geradezu magische Ausstrahlung.

Mit ihrem langjährigen Klavierpartner Julian Riem stellte Raphaela Gromes erst kürzlich ihr Debütalbum für Sony Classics vor. Auszüge aus dem aktuellen CD-Programm werden auch in Warburg zu hören sein, insbesondere die große romantische Sonate von Giuseppe Martucci. Eine Besonderheit: Raphaela Gromes wird das durchaus ungewöhnliche Programm nicht nur spielen, sondern auch moderieren.

Dynamische Kammermusik

»Think Big«: Flex Ensemble am 26. Januar

Als Gewinner des »Gianni Bergamo Classic Music Award 2015« in Lugano hat sich das Flex Ensemble in kürzester Zeit als eine außergewöhnlich dynamische Kammermusikformation etabliert. Seine Experimentierfreude drückt das Klavierquartett in zahlreichen Uraufführungen neuer Musik und unkonventionellen Konzertprojekten aus, darunter das »Chamber Music Fest Reinhessen« und »Laboratory of Music« Hannover.

Für ihr erstes Konzert in Warburg stellen Kana Sugimura (Violine), Anna Szulc-Kapala (Viola), Martha Bijlsma (Violoncello) und Endri Nini (Klavier) großformatige Kammermusik vor: Neben dem Klavierquartett op. 26. von Johannes Brahmns wird eine Bearbeitung von Beethovens berühmter Eroica-Sinfonie erklingen, die Ferdinand Ries, Schüler des Komponisten, erstellt hat. Am Vormittag gibt das Flex Ensemble ein Konzert vor Schülern.

Streicher mit Tradition

»Wiederhören!«: Matthew Hunt (Klarinette) und Hába Quartett am 3. März

Das Hába Quartett ermöglicht eine Begegnung mit dem zweiten Streichquartett von Alexander Borodin. Dem hauptberuflichen Mediziner und Chemiker war mit der Komposition ein außerordentlicher Geniestreich gelungen. Bis heute gehört das Werk zum festen Kanon des Streichquartett-Repertoires.

Im ersten Konzertteil gesellt sich mit Matthew Hunt einer der führenden Klarinettisten der britischen Inseln zu den Streichern. Gemeinsam werden die Musiker Quintett-Kompositionen von Herbert Howells und Wolfgang Amadeus Mozart interpretieren.

Weltbekannter Bratschist

»Konzertantes Barock«: Nils Mönkemeyer (Viola) und Barockorchester »l’arte del mondo« am 20. April

Das Barockorchester »l’arte del mondo« ist seit seiner Gründung im Jahr 2004 mit seinen höchst innovativen und Aufsehen erregenden Konzertprojekten zu einer festen Größe in der Musikwelt aufgestiegen. 2016 absolvierte das Ensemble zwei ausgedehnte Konzertreisen durch die USA und Südamerika.

Bei seinem Konzert in Warburg tritt l’arte del mondo mit einem prominenten Solisten auf: Der Bratschist Nils Mönkemeyer gilt einer der einflussreichsten Vertreter seines Instruments. Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Telemann, Vivaldi und Bach.

Alle Konzerte beginnen um 19.30 Uhr in der Aula des Gymnasium Marianum. Einzelkarten sind – je nach Preisgruppe – drei Wochen vor Konzertbeginn für Preise zwischen 20 und 15 Euro zu haben. Abonnements für alle fünf Konzerte kosten zwischen 78 und 58 Euro. Der Aboverkauf findet im Behördenhaus, Zimmer 416, Telefon 92416, statt.

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