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Politik, Verwaltung, Sozialverbände und Zweite Heimat in Warburg koordinieren ihre Angebote

Stadt bereitet sich auf Flüchtlinge vor

Warburg

Auf Einladung von Bürgermeister Tobias Scherf sind jetzt Politik, Verwaltung, Sozialverbände und die „Zweite Heimat“ zusammengekommen, um die Situation rund um die zu erwartenden Flüchtlinge aus der Ukraine zu besprechen. Das Treffen fand in der Stadthalle statt.

Die „Zweite Heimat“ soll wieder eine zentrale Rolle bei der Betreuung der Flüchtlinge spielen. Foto: Jürgen Vahle

Der runde Tisch konnte nach Angaben von Bürgermeister Tobias Scherf an die Arbeit aus dem Jahr 2015 anknüpfen: Aus der Flüchtlingsinitiative ist damals der Verein „Zweite Heimat“ hervorgegangen und arbeitet seitdem in diesem Bereich.

Im regelmäßigen Austausch soll Betreuungs- und Unterkunftsarbeit vernetzt, Doppelstrukturen vermieden und eine bestmögliche Betreuung gewährleistet werden. Warburg sei insoweit gut aufgestellt, da mit Christian Lewin und Kira Blömeke zwei erfahrene Mitarbeiter zur Verfügung stehen und der neue Casemanager Benjamin Bachmann das Team ergänzen kann, heißt es weiter. Auch die Arbeit der „Zweiten Heimat“ in der Hauptstraße 45 wird fortgeführt, um den aktuellen Herausforderungen gerecht zu werden.

Weitere Ergebnisse

Derzeit gibt es keinen Bedarf an Sachspenden. Wichtig sind finanzielle Mittel, mit denen vor allem Kinder von Geflüchteten gezielt unterstützt werden können, sei es zum Beispiel durch Schulmaterialien oder spezielle Angebote.

Die Diakonie stellt ein Spendenkonto bereit, über das Bürger gezielt die Arbeit vor Ort unterstützen können – zum Beispiel unbürokratische Einzelfallhilfen oder Lebensmittelgutscheine. Auch Angebote der Diakonie, wie der Mittagstisch und die Schulmaterialienkammer, stehen den Geflüchteten offen und sollen aus den Spendenmitteln unterstützt werden. Hierzu kann an folgendes Konto gespendet werden: Diakonie Paderborn-Höxter, KD-Bank, IBAN: DE86 3506 0190 2105 0390 10, Verwendungszweck: „Ukrainehilfe Warburg“. Für eine absetzbare Spendenquittung müssen Name, Vorname und die genauen Adressdaten auf der Überweisung mitangegeben werden.

Dringend benötigt wird auch Wohnraum im privaten Bereich. Dabei sollte bedacht werden: Es ist nicht klar, wie lange die Geflüchteten bleiben, wie schnell eine andere Wohnmöglichkeit gefunden werden kann und dass die Menschen durch Krieg und Flucht traumatisiert sind.

Ebenso werden Helfer benötigt, die Übersetzungstätigkeiten übernehmen können und russische oder ukrainische Sprachkenntnisse haben. Mit Patenschaften für Geflüchtete hat die „Zweite Heimat“ sehr gute Erfahrungen gemacht.

Zudem können sich Menschen melden, die idealerweise pädagogische Kenntnisse haben und Betreuungsfunktionen für die Kinder und Jugendliche wahrnehmen möchten.

Melden können sich die Bürger per E-Mail bei der Stadt Warburg: k.bloemeke@warburg.de. Bewohnbarer Raum kann per E-Mail an ukrainehilfe-zweiteheimat-warburg@web.de gemeldet werden.

Schulen beraten

Ebenso haben sich unter Leitung der Stadtverwaltung die Warburger Schulleiter getroffen, um ein einheitliches Vorgehen und gemeinsames Handeln abzustimmen. Zunächst soll eine Anmeldung der schulpflichtigen Kinder über die Stadt erfolgen, die dann die weiteren Schritte über die Schulen veranlasst.

„Es ist gut, dass die Menschen in Warburg quer über Vereine, Parteien und Verbände zusammenstehen, um die vor uns liegenden Herausforderungen zu meistern. Wir nehmen uns dieser Aufgabe gern an und wollen bestmöglich Hilfe leisten“, betont Bürgermeister Tobias Scherf in einer Pressemeldung.

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