1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Warburg
  6. >
  7. Startschuss für Pflegeheim-Neubau

  8. >

„Haus Phöbe“ in Rimbeck soll in Zukunft das Zuhause von 80 Senioren werden

Startschuss für Pflegeheim-Neubau

Warburg

In Rimbeck ist am Dienstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit der symbolische Spatenstich für den Ersatzneubau des Alten- und Pflegeheimes „Haus Phöbe“ getätigt worden.

Jürgen Vahle

Trotz der Pandemiezeit konnten Christiane Vößing, Nathalie Kuhaupt, Angelika Weigt-Blätgen, Ralf Klipsch, Frank Iggesen, Werner Niggemeier, Architekt Philipp Niggemeier und zwei Mitarbeiter der Baufirma Dinger den ersten Spatenstich für den Ersatzneubau „Haus Phöbe“ vollziehen. Foto: EFhiW

Die Corona-Pandemie habe nur einen kleinen Besucherkreis für die Zeremonie zugelassen, heißt es in einer Pressemeldung der Frauenhilfe in Westfalen als Bauherrin.

Pfarrerin Angelika Weigt-Blätgen und Ralf Klipsch (Frauenhilfe), Hausleiterin Christiane Vößing und Pflegedienstleiterin Nathalie Kuhaupt (Alten- und Pflegeheim „Haus Phöbe“), Philipp Niggemeier (Architekt) und Werner Niggemeier (Geschäftsleitung der Accent GmbH in Salzkotten) sowie Frank Iggesen („Scholz & Partner GmbH“ aus Salzkotten) waren dazu nach Rimbeck gekommen.

Das Gelände, auf dem das neue „Haus Phöbe“ errichtet wird, hat eine Größe von etwa einem Hektar, gehörte bereits der Organisation und liegt gegenüber der bestehenden Einrichtung.

Der Warburger Rat hatte zuletzt den Weg für den Neubau freigemacht und die planerischen Voraussetzungen geschaffen.

Durch die mit dem Neubau einhergehende Aufstockung der Pflegeplätze von aktuell 68 auf dann 80 werde zum einen der erhöhte Bedarf gedeckt; zudem würden weitere Arbeitsplätze geschaffen, heißt es in der Pressemeldung.

Geplant sei ein Neubau mit großzügigen Wohnflächen und 80 Pflegeplätzen/Zimmern sowie zwei Gästezimmern. Eine von sechs Wohngruppen sei als eine „geschützte Gruppe für demenziell Erkrankte“ geplant.

Zudem werde ein Sinnesgarten errichtet, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Auch eine ausreichende Anzahl an Parkplätzen sei vorgesehen. Gerade das hatten Anwohner auch mit Blick auf die derzeitige Situation an der Rimbecker Bühlstraße gefordert.

Die Höhe der Bausumme wollte die Frauenhilfe nicht nennen. Die Organisation hofft, dass die Bauarbeiten Ende 2021 oder Anfang 2022 abgeschlossen werden können.

Im Vorfeld der Arbeiten hatte es in der Nachbarschaft einige Bedenken gegeben. Die Frauenhilfe nehme das ernst und wolle die Nachbarn in Kürze – sobald es die Pandemielage erlaube – zu einem Anliegertreffen einladen, bei dem die Pläne und auch ein Modell des neuen Gebäudes vorgestellt werden sollen.

„Aus diesem Grund werden wir auch noch keine Animation des fertigen Gebäudes zur Veröffentlichung freigeben“, berichtet Manuela Schunk, Öffentlichkeitsreferentin der Frauenhilfe. Der Neubau sei angegangen worden, weil der vorhandene Bau keine Erweiterungen mehr zulasse, beschreibt Manuela Schunk.

Was mit dem alten Gebäude passieren soll, ist noch unklar. „Es gibt viele Überlegungen, aber etwas Konkretes können wir noch nicht nennen“, berichtet Manuela Schunk.

„Haus Phöbe“ ist seit 2009 in Trägerschaft der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen.

Errichtet wurde das Seniorenheim 1952, anschließend wurde das Haus mehrfach umgebaut und erweitert und in den Jahren 1992 bis 1993 grundlegend renoviert und modernisiert.

Bis 2008 befand sich das Haus in Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Scherfede-Rimbeck.

Das Haus verfügt nach eigenen Angaben über 68 Betten, davon 66 vollstationäre Plätze und insgesamt fünf Kurzzeitpflegeplätze.

Angelika Weigt-Blätgen, Leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe, begleitete den Spatenstich mit geistigen Worten: „Ich habe überlegt, was wohl auf der Schriftrolle stünde, wenn wir – wie es ja nicht unüblich ist – eine solche mit dem Grundstein in die Erde legten: Alle, die im Jahre der großen Pandemie an diesem Hause planten, überlegten und bauten, mögen unter Gottes Schutz und Segen gesund und behütet das mit der Grundsteinlegung Begonnene zu einem guten Ende bringen.“

Startseite