1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Warburg
  6. >
  7. »Steingärten verbieten«

  8. >

Grüne stellen Antrag im Warburger Stadtrat

»Steingärten verbieten«

Warburg (WB/vah). Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat beantragt, dass im Warburger Stadtgebiet in Zukunft sogenannte Steingärten verboten werden sollen. Darüber entscheidet der Rat in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 3. September. Beginn ist um 17 Uhr im Desenbergsaal der Vereinigten Volksbank (Eingang Desenberggasse).

Solche Steingärten wollen die Warburger Grünen verbieten lassen. Foto: Bernhard Pierel

In dem Antrag macht Grünen-Sprecherin Doris Hauck deutlich, dass in Zukunft nicht überbaubare Flächen gärtnerisch angelegt und unterhalten werden sollen. Kies, Wasserbausteine oder Kunststoffe sollten nur noch für Wege und Zufahrten verwendet werden dürfen. Ein entsprechender Passus solle in alle neuen und geänderten Bebauungspläne aufgenommen werden.

»Diesen Antrag sehen wir als weiteren Baustein, dem ungebrochenen Rückgang von Arten, genetischer Vielfalt und Verlust von Lebensräumen zu begegnen«, begründen die Grünen.

Trend in Neubaugebieten stoppen

Erfreut sind die Grünen darüber, dass die Stadt zuletzt zahlreiche Blühflächen angelegt habe. Insbesondere in Neubaugebieten sei aber ein gegenteiliger Trend zu beobachten. Private Flächen würden zunehmend versiegelt, mit Schotterflächen geschmückt und mit Gabionen umzäunt. Wasser- und lichtundurchlässige Folien würden aufgebracht, damit darunter nichts mehr keime. Mit dem Verbot von Steingärten wollen die Grünen nach eigenen Angaben »die Bedeutung der biologischen Vielfalt im Bewusstsein der Bürger in Warburg« weiter stärken, heißt es in dem Antrag der Fraktion weiter.

In Brakel bleiben Steingärten weiter erlaubt

Ein Verbot von Steingärten ist zuletzt in zahlreichen Nachbarkommunen wie Willebadessen und Nieheim erlassen worden. Allerdings ist der Vorschlag, den die Grünen in viele Stadtparlamente eingebracht haben, nicht überall umgesetzt worden. In Brakel wurde das Verbot abgelehnt, allerdings eher aus praktischen Gründen: Ein solches Verbot müsse schließlich auch kontrolliert und Verstöße bestraft werden. Das wollte die Politik der Verwaltung nicht noch aufbürden.

Startseite