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Delegation reist zum Konzernsitz und streitet für den Erhalt der Warburger Zuckerfabrik

Südzucker-Vorstand hält an Plan fest

Warburg/Mannheim (WB/sis). Der Kampf um den Erhalt der Warburger Zuckerfabrik geht weiter. Eine achtköpfige Delegation aus dem Kreis Höxter ist zum Konzernsitz nach Mannheim gefahren.

Für den Erhalt der Zuckerfabrik Warburg haben am Konzernsitz der Südzucker AG in Mannheim gesprochen (von links): Klaus Braun (Vorsitzender des Kommunalunternehmen der Stadt Warburg), Landfrauen-Kreisvorsitzende Gabriele Beckmann, Kreislandwirt Heinrich Gabriel, Christian Hasse (MdB), Landrat Friedhelm Spieker, Bürgermeister Michael Stickeln, Matthias Goeken (MdL) und Sören Spönlein, Wirtschaftsförderer der Stadt Warburg. Foto:

»Wir haben unsere Argumente für den Erhalt des Standortes persönlich beim Vorstand der Südzucker AG vorgetragen. Der Vorstand hat seine Sicht der Dinge erklärt«, sagte Bürgermeister Michael Stickeln nach dem Gespräch.

»Zweieinhalb Stunden haben wir mit Dr. Thomas Kirchberg, Thomas Kölbl und drei weiteren Vorstandsmitgliedern sowie Dr. Stefan Mondel, Leiter der Zuckerwerke Warburg und Wabern, zusammen gesessen«, so Stickeln.

Keine konkreten Zahlen zum Werk in Warburg

Wie erwartet halte der Vorstand der Südzucker AG an seinem Vorschlag an den Aufsichtsrat weiter fest. »Die Vorstandsmitglieder sind immer wieder auf die Lage des weltweiten Zuckermarktes eingegangen. Konkrete Zahlen zum Werk Warburg haben wir nicht zu hören bekommen«, kritisierte Stickeln. Auf die Frage »Wo steht Warburg im Vergleich zu anderen Werken?« habe es keine Antwort gegeben.

In dem Gespräch sei auch die jahrelange lokale Kooperation der Südzucker AG mit der Abwasserwirtschaft angesprochen worden.

Bei Rückzahlungsforderungen Konzern in die Pflicht nehmen

»Wir haben in Millionenhöhe in das innovative Abwasserkonzept investiert. Landesfördermittel sind geflossen. Wenn es soweit kommt, dass das Werk geschlossen wird und Fördermittel zurückgezahlt werden müssen, dann nehmen wir Südzucker in die Pflicht«, das haben Bürgermeister Stickeln und seine Mitstreiter vor Ort deutlich gemacht.

Warburger setzen alle Hoffnungen in den Aufsichtsrat

»Das Entscheidungsgremium ist aber schlussendlich der Aufsichtsrat«, gibt Stickeln die Hoffnung nicht auf. An ihn werden auch die gesammelten Unterschriften gegen die Schließung der Zuckerfabrik Warburg gerichtet.

Demonstration in Mannheim

Wenn der Aufsichtsrat am Montag, 25. Februar, in Mannheim tagt und über die Sparpläne entscheidet, dann werden die Mitglieder an zahlreichen Demonstranten aus der Warburger Börde vorbeigehen müssen. Stickeln: »Wenn die Aufsichtsratmitglieder eintreffen, ist es wichtig, dass wir da stehen und für die Zuckerfabrik kämpfen.«

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