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Online-Jahreshauptversammlung des Vereins „Santatra – Partnerschaft mit den Menschen in Madagaskar“

Tafita unterstützt Kleinbauern

Warburg-Hardehausen

Die Mitgliederversammlung des Vereins „Santatra – Partnerschaft mit den Menschen in Madagaskar“ findet online statt.

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Bertrand Ogilvie Tafitasoa – kurz Tafita – hat vor zehn Jahren als Missionar auf Zeit auf dem Jugendbauernhof in Hardehausen gearbeitet. Seit August 2011 lebt er wieder in seiner Heimat und arbeitet dort mit Kleinbauern zusammen. Das Bild zeigt ihn auf einem der Felder, wo er Maniok und Ananas anbaut. Foto: Santatra

Der Verein „Santatra – Partnerschaft mit den Menschen in Madagaskar“ wurde 2018 gegründet. Der Verein blickt auf zehn Jahre Freundschaft mit Tafita zurück. Seinen Ursprung hat der Verein in der Freundschaft mit Bertrand Ogilvie Tafitasoa, der 2010/2011 ein Jahr auf dem Jugendbauernhof in Hardehausen gearbeitet hat. Vor zehn Jahren ist Tafita nach Madagaskar zurückgekehrt und hat zusammen mit anderen Madagassen die Organisation Santatra im Raum Farafangana an der Ostküste von Madagaskar ins Leben gerufen.

Das Team setzt sich seitdem für die Regeneration der Natur und die Verbesserung der Lebens- und Einkommenssituation von Kleinbauernfamilien ein.

Die Mitarbeiter gründen und begleiten Bauerngruppen in verschiedenen Dörfern: Mittlerweile sind 120 Bauernfamilien dabei. Sie stärken die Solidarität untereinander, verbreiten verbesserte Anbautechniken, betreiben mehrere Baumschulen und versuchen, ein Bewusstsein für das Ökosystem in der Region zu schaffen. In Mischkultur werden Agroforstparzellen angelegt, auf denen sowohl Grundnahrungsmittel wie Maniok Jams und Süßkartoffeln sowie Gemüse als auch Verkaufsprodukte wie Kaffee, Gewürznelken, Pfeffer und Vanille angebaut werden.

In den fast fünf Jahren, seit Santatra arbeitet, sind die Anbauflächen der Familien und die Ernteerträge gestiegen, sodass die Zahl der Hungermonate trotz Klimawandels und zunehmender Kriminalität von sechs auf vier Monate pro Jahr gesunken ist. Das Bewusstsein für die Umwelt in der Region ist gewachsen. So wendet keines der Mitglieder mehr die schädliche Brandrodung an, um Ackerflächen zu gewinnen.

Für 2021 ist die gemeinschaftliche Anschaffung einer großen Kaffeemühle und einer Kaffeeröstmaschine geplant, um den geernteten Kaffee verzehrfertig vermarkten zu können.

Die Jahreshauptversammlung des Vereins findet am Samstag, 30. Januar, online statt. Von 11 bis 12 Uhr erfolgt eine Präsentation mit Grußworten – unter anderen von Weihbischof König – und Fotos aus einem Jahrzehnt Freundschaft mit Tafita. Um 13 Uhr beginnt die eigentliche Mitgliederversammlung. Dabei wollen sich auch Tafita und sein Team aus Madagaskar zuschalten. Die Einwahldaten werden nach Anmeldung mitgeteilt. Nähere Informationen gibt es auf der Internetseite des Vereins .

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