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Ausstellung „Drachenmythos Desenberg“ im Museum im „Stern“ eröffnet – 13 Künstlerinnen zeigen Arbeiten

Tapfere Drachenkämpferinnen an der Staffelei

Warburg (WB/ben). In der Galerie des Warburger Museums im „Stern“ ist am Sonntag die Ausstellung „Drachenmythos Desenberg“ eröffnet worden. Gezeigt werden Arbeiten, die im vergangenen Jahr im Rahmen eines VHS-Kurses von Udalrike Hamelmann entstanden sind. Rainer Mues, Vorsitzender des Museumsvereins, begrüßte die Gäste der Ausstellungseröffnung.

Zur Ausstellung hat Udalrike Hamelmann das Bilderbuch „Drachenmythos Desenberg“ zusammengestellt. Foto: Ralf Benner

Die markante und ästhetische Form des Desenbergs, Wahrzeichen der Warburger Börde, habe viele Mythen und Sagen inspiriert, wie Udalrike Hamelmann in ihrer Einführung zur Schau betonte. In der Zeit der germanischen Götterverehrung machte man ihn zum Sitz der göttlichen Dasen, die bald als gütige Schutzgeister, bald als Unholdinnen des Göttervaters Wodan auftraten. So bekam der Desenberg auch seinen Namen.

Sagenhaft: Karl der Große hielt Hof im Desenberg

In einer anderen Sage wird Karl der Große zu einem der ersten Bewohner des Desenbergs. In seinem unterirdischen Hoflager habe er viel Gold verborgen. Eine weitere Sage macht den Desenberg zum Sitz eines mächtigen Drachen: Hier gehen Historie und Drachenmythos eine Verbindung ein. Ausgangspunkt für die Teilnehmer des VHS-Kurses war die Sage vom Drachen auf dem Desenberg von Joseph Borgdorf, veröffentlicht Jahr 1922.

„Der Warburger Desenberg-Drache hat der Stadt Glück gebracht. Im Zeichen der Globalisierung nimmt er neue Züge an. Vielfältig und ambivalent zeigt sich der Desenberg mit seinem Drachen in den Bildern der Künstlerinnen“, sagte Hamelmann. „In alten Zeiten kämpften Männer gegen den Drachen. Nun haben zwölf Frauen den Kampf mit dem Drachen gewagt und ihn bildnerisch besiegt – in friedvoller Weise“, wie sie feststellte. Den „tapferen Drachenkämpferinnen“ ihres Kurses „Vom Bild zur Bildergeschichte - von der Geschichte zum Bild“ an der Volkshochschule gelte daher ihr großer Dank.

Drachensage von Joseph Borgdorf interpretiert

Zu sehen sind in der Galerie des „Stern“ Arbeiten von Brigitte Bohning, Katja Bremehr-Arens, Elke Dieckmann, Hildegard Hentrich, Brigitte Ihmor, Erika Kaluza, Anja Martis, Iris Mayland, Ulrike Schulze Niehoff, Brigitte Unruh und Christel Wamers. Jede Künstlerin hat auf ihre Weise in ihrem Stil mit ihrer Technik die Drachensage von Joseph Borgdorf interpretiert.

Ihre Werke und vier weitere Arbeiten von Udalrike Hamelmann werden noch bis zum 23. Februar im Museum an der Sternstraße präsentiert.

Bilderbuch zur Ausstellung

Aus Anlass der Ausstellung ist auch die Publikation „Drachenmythos Desenberg“, zusammengestellt und gestaltet von Udalrike Hamelmann, herausgegeben worden. Das Bilderbuch präsentiert auf 58 Seiten im Format A4 unter anderem den Text der Drachensage und 27 der im Rahmen des VHS-Kurses entstandene Bilder. Von sofort an ist die Publikation zum Preis von zehn Euro im Museum erhältlich.

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