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Vier weitere Kadaver bei Menne entdeckt – Ermittlungen laufen

Tote Schweine abgemagert und krank

Warburg

Dem Ordnungsamt der Stadt Warburg sind mittlerweile 14 verendete Schweine, die im Stadtgebiet im freien Gelände abgelegt worden sind, bekannt. Die Zahl ist somit von zehn auf 14 Tiere gestiegen.

Silvia Schonheim

14 Kadaver wurden bislang aufgefunden. Dieses Schwein war in einen Wassergraben geworfen worden. Foto: Jörg Wegge

Die vier weiteren toten Ferkel hatte der Menner Jagdpächter Jörg Wegge gemeldet. Ein Ferkel habe am Weg unterhalb des Sportplatzes (Waldbreite) gelegen, drei weitere Kadaver seien am 20. Februar an der Nörder Straße (Lange Wanne) entdeckt worden.

Mittlerweile liege auch das Ergebnis der veterinärmedizinischen Untersuchungen vor, sagt Dr. Jens Tschachtschal, Leiter des Veterinäramtes des Kreises Höxter. Drei der tot aufgefundenen Tiere waren zur weitergehenden Untersuchung an das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Ostwestfalen-Lippe in Detmold gesendet worden.

Tschachtschal: „Alle drei Ferkel waren stark abgemagert und zeigten teilweise Entzündungsprozesse an Organen und Gliedmaßen. Bei allen drei Tieren konnte Schweinepest diagnostisch ausgeschlossen werden.“ Die Ermittlungen zur Herkunft der illegal entsorgten Tiere seien noch nicht abgeschlossen. Dass es bereits Ermittlungen in verdächtigen Betrieben gegeben haben soll, wurde seitens des Kreises nicht bestätigt.

Aufgefunden wurden die 14 toten Schweine seit dem Jahreswechsel in der Nähe von Menne und Dössel. Auf die Tiere aufmerksam wurden die Jagdpächter aus Menne, Jörg Wegge, und Dössel, Eugen und Patrick Behne sowie Matthias Sprute. Gefunden wurden junge Schweine, die jüngsten wenige Tage alt, die ältesten etwa 20 Kilo schwer. Nach Angaben der Jagdpächter seien allen Tieren die Ohrmarken entfernt worden. Ohne die sei die Herkunft der Schweine schwer herauszufinden.

Die Ermittlungen des Veterinäramtes zur Herkunft der Tiere gestalteten sich schwierig. „Zudem kennzeichnen Ohrmarken bei Schweinen nicht das einzelne Tier, sondern lediglich den Betrieb“, erklärt Silja Polzin, Pressesprecherin des Kreises. Einzeltierkennzeichnungen seien nur bei Rindern, Zuchtschafen und Zuchtziegen gesetzlich vorgeschrieben.

Hinweise nimmt das Veterinäramt entgegen unter Telefon 05271/9652304.

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