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Exkursionen, Workshops, Lesungen vom 18. bis zum 27. November

Trauer in Warburg Gestalt geben

Warburg

Die Evangelische Kirchengemeinde Altkreis Warburg lädt zu einer Trauerwoche mit dem Thema „Trauer Gestalt geben“ ein. Die Teilnehmer sind eingeladen, in den Tagen rund um den Ewigkeitssonntag der Frage nachzugehen, wie Trauer gestaltet werden kann. Vom 18. bis zum 27. November finden verschiedene Angebote statt: Exkursionen und Workshops, Lesungen und Vorträge, eine Wanderung und ein Trauercafé.

Bearbeitet von Alice Koch

Für Samstag, 19. November, ist eine Exkursion in das Museum für Sepulkralkultur in Kassel geplant. Dort ist die Sonderausstellung „Wollen Sie ewig leben? Dialog mit dem Ende“ zu sehen. Foto: G2 Baraniak

Den Auftakt bildet ein Vortrag mit Gespräch unter dem Titel „Digital Trauern? Vom Sinn einer noch weitgehend unbedachten Möglichkeit“ am Freitag, 18. November, um 18 Uhr im Corvinushaus, Sternstraße 21, in Warburg.

Vorab, natürlich ist Trauer keine virtuelle Übung. Trauer ist eine den ganzen Menschen erfassende im Wortsinn „Niedergeschlagenheit“, mach Referent Axel Emmerich deutlich. Mehr und mehr aber sei die virtuelle Welt Teil des Menschen. Dies gelte vielleicht schon jetzt für aktuell Verstorbene. Ganz sicher aber für Hinterbliebene. Den Nachlass zu bedenken wird zukünftig auch eine Tätigkeit im virtuellen Raum. Zukünftig wird der Nachlass neben Haus und Konto auch Bilder, Filme und Texte des/der Verstorbenen, verstreut irgendwo im Internet umfassen. Was davon soll erhalten bleiben? Und wo soll dies gesammelt werden? Diese Fragen müssen zukünftig Sterbende genauso wie Hinterbliebene klären, meint Axel Emmerich. Er möchte mit den Teilnehmenden darüber diskutieren, wo neue Chancen, aber auch Grenzen sind, wo Hilfen und Autonomie gefragt sein könnten.  

„Mitarbeitende gesucht“ hieß es im letzten Gemeindebrief. Viele Ehrenamtliche haben sich gemeldet – herausgekommen ist ein Programm, das sich sehen lassen kann, sagt Organisatorin Katrin Pferdmenges. Der herzliche Dank der Pfarrerin gilt allen Beteiligten. Foto:

Eine Anmeldung im Gemeindebüro unter Telefon 05641/8521 oder per E-Mail an [email protected] ist bis zum 16. November erbeten (Mindestteilnehmerzahl).

Für Samstag, 19. November, ist eine Exkursion in das Museum für Sepulkralkultur in Kassel geplant. Dort ist die Sonderausstellung „Wollen Sie ewig leben? Dialog mit dem Ende“ zu sehen. Auch für Kinder und Jugendliche ist das Museum lohnenswert, betont Organisatorin Pfarrerin Katrin Pferdmenges.  Wer sich vorab informieren möchte, kann einen virtuellen Rundgang unternehmen und sich auf der Homepage des Museums kundig machen: www.sepulkralmuseum.de. Die Teilnehmenden treffen sich um 10 Uhr vor dem Bahnhof Warburg. Dort soll verabredet werden, wer sich ein Sammelticket teilen möchte und wer ein Einzelticket bevorzugt, um flexibel zu bleiben. Vielleicht findet sich auch eine Gruppe, die nach dem Museumsbesuch noch einen Kaffee trinken oder einen Stadtbummel unternehmen möchte.

Exkursion in das Museum für Sepulkralkultur

Zusätzlich zu den Kosten für die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln fallen Eintrittskosten an (acht Euro, ermäßigt fünf Euro, Familienkarten möglich).  Das Museum ist barrierearm. Der Fußweg von der Straßenbahnhaltestelle beträgt etwa zehn Minuten und ist etwas bergig.

Gottesdienst am Ewigkeitssonntag

Am Ewigkeitssonntag, 20. November, finden mehrere Gottesdienste statt. Sie beginnen um 9.15 Uhr in Peckelsheim, um 9.15 Uhr in Herlinghausen, um 10.45 Uhr in Rimbeck und um 10.45 Uhr in Warburg.

Zwei Veranstaltungen werden am Montag, 21. November, angeboten. Zunächst beginnt um 17.30 Uhr im Katharina-von-Bora-Haus Borgentreich ein Workshop „Einnerungskerzen gestalten“. Gemeinsam mit Sozialpädagogin Olga Honl kann eine persönliche Gedenkkerze gestaltet werden. Ein bis drei Kerzen sollten mitgebracht werden. Die Materialkosten betragen zehn Euro pro Person. Eine Anmeldung ist nicht nötig. 

Vortrag von Dr. Manfred Wappler

Es folgt ein Vortrag mit dem Titel „Vom Abschied nehmen und Trauen - Trauer und Medizin“ um 19 Uhr im Corvinushaus.  An diesem Abend wird Dr. Manfred Wappler, seit 2014 Chefarzt der Geriatrie des evangelischen Krankenhauses Gesundbrunnen, den Teilnehmern anhand von Fallbeispielen aus seinem Arbeitsleben einen Einblick in seine Tätigkeit als Arzt geben. Dabei soll das Thema Trauer aus der Sicht der Medizin und unserem Umgang mit dem Thema einen zentralen Stellenwert erhalten. Dabei ist es dem Neurologen, Psychiater, Geriater und Palliativmediziner wichtig, mit den Anwesenden ins Gespräch zu kommen und Fragen zu beantworten.

Am Dienstag, 22. November, lädt Sozialpädagogin Uta Streitbürger um 16 Uhr in das Katharina-von-Bora-Haus, Lehmberg 7, in Borgentreich ein. Bei ihrem Kreativ-Malworkshop „Herzenserinnerung - Aquarellmalerei für Kinder, Jugendliche und Junggebliebene“ soll Trauer ein Ausdruck gegeben werden. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.  

Autorenlesung zum Thema Trauer

Eine Autorenlesung mit dem Thema„ Ich brauche mehr Zeit - endlich Leben. Gedanken zu Trauer, Tod und Leben“ wird am Mittwoch, 23. November, um 19 Uhr im Corvinushaus angeboten. Andreas Nicht, Diplompädagoge, Dozent und Sonderschullehrer, lädt, dazu ein, sich dem Leben mit allen seinen Facetten, den hellen und dunklen, auseinanderzusetzen.   

Spaziergang in Hardehausen

Die Hospizbewegung Warburg bietet am Donnerstag, 24. November, einen Spaziergang in Hardehausen an. Treffpunkt ist um 14 Uhr vor dem Gasthaus Varlemann in Hardehausen-Mitte (Blankenroder Str.1). Von dort besteht die Möglichkeit, an zwei unterschiedlich langen Spaziergängen teilzunehmen: ein ca. halbstündiger zur Kirche oder ein ca. einstündiger Waldspaziergang. Gemeinsam achtsam gehen, miteinander reden, zuhören oder auch schweigen. Im Anschluss ist ein Kirchbesuch mit einem geistlichen Impuls geplant. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Gemeinsam Adventslieder singen

Ebenfalls wird an diesem Tag wird um 19.30 Uhr eine offene Chorprobe im Corvinushaus angeboten. Gemeinsam Singen tut gut. An diesem Abend holen wir etwas Licht in die Dunkelheit: Wir proben Adventslieder. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich und niemand muss vorsingen, sagt Chorleiterin Anett Ristok.

Führung im Krematorium

Eine Führung im Krematorium Rhoden (Holpergrund 21) findet am Samstag, 26. November, 11 Uhr, statt. Anschließend wird die zertifizierte Trauerbegleiterin Elisabeth Kessemeier das Märchen „Frau Holle“ im Abschiedsraum vortragen.  Die Lesung wird musikalisch von Heike Kevenhörster und Karin Frese an der Klarinette begleitet. Maximal 30 Teilnehmer, eine Anmeldung im Gemeindebüro bis zum 24. November unter Telefon 05641/8521, E-Mail: [email protected] ist erforderlich.

Trauercafé zum Abschluss

Den Abschluss der Trauerwoche bildet am Sonntag, 27. November, von 15.30 bis 17.30 Uhr das Trauercafé der Hospizbewegung Warburg.  Treffpunkt sind die bisherigen Räumlichkeiten der Caritas in der Sternstraße 39 in Warburg. Das Trauercafé ist ein offenes, unverbindliches Angebot. Jede und jeder ist willkommen, unabhängig von Konfession und Weltanschauung.

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