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Vorhang auf für die neue Theaterspielzeit im PZ in Warburg

Turbulentes Dinner mit Tom Gerhardt

Warburg (WB). Im September beginnt in Warburg die Theatersaison 2018/2019. Den Auftakt macht die Komödie »Dinner für Spinner« mit dem Komiker Tom Gerhardt, gleich darauf folgt die Tragikomödie »Vater«, in der es um das brisante Thema Demenz geht.

Ralf Benner

Veranstalter und Sponsoren (vorne von links): Bürgermeister Michael Stickeln, Dr. Andreas Knoblauch-Flach (VHS), Rudolf Jäger, (Vorstand der Volksbank), hinten von links Olaf Krane (Kulturamt), Ulrich Lüke (Filialleiter der Volksbank Höxter), Angelika Borgiel und Ute Römer (VHS) und Klaus Braun (Stadtwerke). Foto: Ralf Benner

»Es gehört schon besonderes Fingerspitzengefühl dazu, stets ein solch abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen«, lobte Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln bei der Vorstellung des neuen Programms.

Seine Worte richteten sich an Dr. Andreas Knoblauch-Flach, Leiter der Volkshochschule, der für die Zusammenstellung der vier Stücke verantwortlich zeichnet. »Es ist die Herausforderung, die richtige Balance zu finden zwischen lustigen und anspruchsvollen Stücken«, berichtete Knoblauch-Flach. Besonders hervorzuheben sei für die neue Saison, dass mit »Vater und »Terror« die beiden Werke im PZ vertreten seien, die von der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen, bei der die Hansestadt eine von rund 300 Mitgliedsstädten ist, ausgezeichnet wurden.

Dinner für Spinner

Das Tourneetheater Thespiskarren gastiert mit dem Stück am Dienstag, 18. September, im PZ. Die geistreiche Screwball-Komödie aus der Feder von Francis Veber (»Ein Käfig voller Narren«) handelt von einem regelmäßig veranstalteten turbulenten »Dinner für Spinner«, zu dem jeder abwechselnd einen möglichst absonderlichen Freak mitbringt. Spinner des Abends ist diesmal Matthias Bommes, gespielt von Tom Gerhardt, Angestellter beim Finanzamt und leidenschaftlicher Streichholz-Modell-Hobbybastler.

Vater

Das Euro-Studio Landgraf konfrontiert die Theaterbesucher am Dienstag, 9. Oktober, mit einem Thema von hoher gesellschaftlicher Brisanz: es geht um Demenz. Autor Florian Zelle hat das Stück »Vater« als Tragikomödie inszeniert. Der 80-jährige André merkt, wie sich durch die Demenz sein Alltag mehr und mehr in ein verwirrendes Labyrinth verwandelt. Das Stück stellt nicht die Krankheit in den Mittelpunkt, sondern Andrés Versuch, dem ihn beunruhigenden Prozess der Verwirrung zu entkommen.

Madame Bovary

Einen Klassiker der Weltliteratur bringt das Tourneetheater Thespiskarren am Dienstag, 5. Februar, auf die Bühne, Gustave Flauberts »Madame Bovary«. Emma Bovary versucht, ihre Leidenschaften in Affären auszuleben. Die Dorfgemeinschaft macht ihr daraufhin das Leben zur Hölle…

Terror

Zum Abschluss der Theatersaison folgt am Dienstag, 16. April, mit »Terror« (Euro-Studio Landgraf) eines der in den vergangenen Jahren meist gespielten Stücke nach einem Roman von Ferdinand von Schirach, der auch verfilmt wurde. In dem Gerichtsthriller mit interaktiver Publikumsbeteiligung geht es um die Frage, ob der Staat zur Terrorabwehr töten darf. Angeklagt ist ein Kampfjetpilot, der ein entführtes Passagierflugzeug abgeschossen hatte, um das Ziel der Terroristen, den Airbus in ein Fußballstadion stürzen zu lassen, zu verhindern. Darüber urteilt am Ende auch das Publikum nach bestem Wissen und Gewissen, wie es vor Gericht heißt.

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