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Kita-Leiterin Walburga Wegener geht in den Vorruhestand – Katja Schweins übernimmt die Führung in Germete

Tüte voller Wünsche zum Abschied

Warburg

Über 41 Jahre hat Leiterin Walburga Wegener als Erzieherin in der katholischen Kindertageseinrichtung „St. Michael“ gearbeitet. Am vergangenen Freitag hatte sie ihren letzten Arbeitstag vor dem Vorruhestand.

Verena Schäfers-Michels

Darüber, dass der Wecker in Zukunft nicht mehr morgens um 5 Uhr klingelt, freut sich Walburga Wegener (rechts). 41 Jahre war sie in der Kita „St. Michael“ in Germete tätig. Nachfolgerin in der Einrichtungsleitung ist Katja Schweins. Foto: Verena Schäfers-Michels

Der Abschied von Kindergartenkindern und Eltern musste zwar auf Abstand, aber nicht weniger herzlich erfolgen.

1979 trat die verheiratete Westheimerin ihre Stelle in der Kindertagesstätte an. Zuvor absolvierte sie ihr Anerkennungsjahr zur Erzieherin im Kindergarten in Scherfede und sammelte ein Jahr Berufserfahrung im Kinderheim in Höxter. Die Leitung der Einrichtung „St. Michael“ übernahm sie 1982.

Vier Jahrzehnte, in denen sie das Heranwachsen zahlreicher Kinder miterlebte: Manche bringen inzwischen ihre eigenen Kinder in die Einrichtung. Coronabedingt konnte es keine große Feier geben. Offiziell wurde die 64-Jährige vor einigen Tagen in den Räumlichkeiten des Trägers, den katholischen Tageseinrichtungen des Hochstifts Paderborn, verabschiedet, wobei auch gleich der Staffelstab an ihre Nachfolgerin weitergegeben wurde: Katja Schweins.

Die Mutter von zwei Söhnen hat 1993 ihr Anerkennungsjahr in Germete gemacht und wurde anschließend übernommen. Die 48-Jährige ist bereits als Abwesenheitsvertretung als Leiterin der Einrichtung eingesprungen. 2018 und 2019 absolvierte Katja Schweins die Fortbildung für die Kita-Leitungsmodule des Hochstifts Paderborn und fühlte sich nun gut gerüstet für die neue Aufgabe. 32 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren besuchen die eineinhalbgruppige Kindertagesstätte.

Mit einem Erinnerungsalbum gefüllt mit Fotos, gemalten Bildern und Steckbriefen – einem Freundebuch, an dem sich auch viele ehemalige Mitarbeiter und Leitungskolleginnen anderer Einrichtungen beteiligten, wurde Walburga Wegener am Donnerstag im Abschiedskreis mit den Kindern bedacht.

Am letzten Arbeitstag gab es eine „Wunschtüte“ für die Leiterin. „Glück, Zufriedenheit, Zeit, Gesundheit und vieles mehr wünschen wir ihr“, sagte Katja Schweins, die mit ein paar Kindern und ihren Kolleginnen spontan den allseits beliebten „Regenbogentanz“ im Außenbereich aufführte.

Die Eltern bedachten Walburga Wegener mit herzlichen Abschiedsworten, während sie ihre Kinder am Törchen in Empfang nahmen. Die Vertreter des Elternrates überreichten im Namen aller Familien einen „Alltagssitz“ für den Garten und einen Strauß bunter Blumen. Als besondere Überraschung war ein Video mit Grüßen und Wünschen einzelner Familien aufgenommen worden.

„Ab jetzt werde ich all die Sachen machen, für die ich sonst so wenig Zeit hatte“, freut sich Walburga Wegener. Im Garten arbeiten, Fahrrad fahren und Zeit mit dem fast zweijährigen Enkel verbringen, steht mit dem Wunsch gesund zu bleiben, ganz oben auf der Favoritenliste der zweifachen Mutter. „Und dass der Wecker nicht mehr morgens um 5 Uhr klingelt, ist auch sehr entspannend“, gibt sie schmunzelnd zu. Aber sie weiß schon jetzt, dass ihr die Kindergartenkinder sehr fehlen werden.

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