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TÜV Warburg gibt Tipps: Gefahrlos durch die nasse Jahreszeit

Vorsicht: Wildwechsel

Warburg (WB). Die Tage werden kürzer. Nebel, nasses Laub, Wildwechsel und der erste Nachtfrost erschweren die Gegebenheiten auf den Straßen – der Herbst ist für Autofahrer eine besondere Herausforderung. Wie man dennoch sicher durch den Herbst kommt, erklärt Volkmar Wilhelm, Leiter der TÜV-Station Warburg.

Achtung Wildwechsel: Im Herbst ist besondere Aufmerksamkeit auf der Straße gefordert. Foto: Robin Loznak/dpa

Auto auf Jahreszeit vorbereiten

„Sobald sich der Herbst einstellt, muss das Fahrzeug auf die Jahreszeit vorbereitet werden. Rundum-Check und Pflege sind angesagt. Es empfiehlt sich, die wichtigsten Fahrzeugkomponenten zu prüfen (oder prüfen zu lassen), um später keine Panne zu erleben oder sich in Gefahr zu bringen“, sagt der Fachmann. Die Prüfung der Beleuchtung sei besonders wichtig. Dies ist im gesamten Oktober im Rahmen der Lichtcheckaktion kostenfrei möglich.

Jetzt gilt es außerdem, von Sommer- auf Winterreifen zu wechseln. Bereits bei Temperaturen unter sechs Grad bieten die Winterpneus messbar mehr Grip. „Besonders im Herbst und Winter muss man sich aber auch auf seine Bremsen verlassen können. Deshalb ist ein Bremsen-Check ratsam“, erklärt Wilhelm. Dieser kann eigenständig auf einer ruhigen Straße ohne nachfolgenden Verkehr durchgeführt werden. Wenn das Fahrzeug bei kräftiger Bremsung in eine Richtung zieht oder die Bremsen beim Verzögern quietschen, sollte unbedingt eine Werkstatt aufgesucht werden.

Vorausschauend fahren

Eine weitere Gefahr, die in der dunklen Jahreszeit vermehrt auftritt, ist der Wildwechsel. Dieser kann durch die häufig von Oktober bis Januar stattfindenden Treibjagden verstärkt werden. „Sieht man Beschilderung, auf der die Aufschrift ‚Treibjagd‘ oder ‚Vorsicht Jagd‘ zu lesen ist, sollte man unbedingt die Geschwindigkeit drosseln und besonders aufmerksam und vorausschauend fahren“, rät der TÜV-Experte.

Aber auch ohne einen konkreten Hinweis sollte der Fahrbahnrand genau im Auge behalten werden. Das Wild läuft meist mit hoher Geschwindigkeit über die Straße, weswegen nur wenig Zeit für die Reaktion bleibt. Überquert ein Tier die Straße, ist außerdem mit weiteren zu rechnen. „Um schlimmere Unfälle zu vermeiden, sollte man auf keinen Fall plötzlich und unkontrolliert ausweichen“, warnt der Stationsleiter. Im Falle eines Wildunfalls, müssen umgehend die Polizei oder der Jagdpächter informiert werden.

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