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Integrationsfreizeitanlage Diemelaue offiziell eingeweiht – 780.000 Euro investiert – mit Video

Vorzeigeprojekt des Warburger Sports

Warburg (WB). Die Integrationsfreizeitanlage Diemelaue in Warburg ist am Montag offiziell eingeweiht worden. Von August 2019 bis Juli 2020 wurden vor Ort umfangreiche Umbau- und Sanierungsarbeiten umgesetzt. So entstand ein umfangreiches Areal, das jedermann offen stehen soll. Für die Stadt Warburg ist es ein Vorzeigeprojekt: 780.000 Euro wurden dort verbaut.

Daniel Lüns

Der größte Baustein des Projektes sind die Aschebahnen, die durch einen Kunststoffbelag ersetzt wurden. Bürgermeister Michael Stickeln (links) und Helmut Motyl, Vorsitzender des Warburger Sportvereins, haben die Sportanlage offiziell eingeweiht. Foto: Daniel Lüns

„Dieses Geld ist wahrlich gut, nachhaltig und wirkungsvoll investiert“, sagte Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln. Etwa 90 Prozent der Summe, 701.000 Euro, konnte aus dem Förderprogramm „Investitionspakt soziale Integration im Quartier NRW 2018“ gewonnen werden. Bei der Freizeitanlage soll nämlich vor allem die integrative Kraft des Sports im Mittelpunkt stehen, sagte der Bürgermeister.

„Sport führt Menschen jeglichen Alters, jeglicher Herkunft und sozialer Schicht zusammen. In kaum einem anderen gesellschaftlichen Kontext gelingt es so erfolgreich, ein Band zwischen den Generationen zu knüpfen, Bildungs- und Einkommensunterschiede zu überbrücken, Integrationsmöglichkeiten für ausländische Mitbürger zu schaffen und Menschen mit Beeinträchtigungen in die Mitte der Gesellschaft zu holen“, sagte Stickeln.

Als Orte der Begegnung seien dabei vor allem die Sportvereine gefragt. Das nahm Helmut Motyl, Vorsitzender des Warburger Sportvereins, gerne auf. „Wir sind ein breit aufgestellter Verein, der nicht nur Fußball im Kopf hat“, sagte Motyl. 1237 Mitglieder zähle der Verein zurzeit. „Nun haben wir eine Anlage, die im Kreisgebiet vorbildlich ist. Selbst in Hessen beneidet man uns darum.“

Die größte Baustelle waren laut Motyl die Aschebahnen, die um das bestehende Rasenfeld führen und durch einen Kunststoffbelag ersetzt wurden. Die neue Laufbahn der Wettkampfanlage, besteht aus vier Kreisbogenbahnen (400 Meter) sowie sechs Einzelbahnen (100 Meter) für die geraden Sprint- und Hürdenstrecken. Dort sollen zukünftig auch Kreismeisterschaften ausgerichtet werden können.

Zudem wurde eine Multifunktionsfläche erstellt. Dort sind Markierungen für ein Basketball-, ein Volleyball- sowie ein Kleinhandballspielfeld vorhanden. Im südwestlichen Bereich der Sportstätte wurde eine neue Weitsprunganlage mit zwei Anlaufbahnen gebaut. Zudem entstand dort eine Kugelstoßtrainings- und eine Speerwurfanlage mit Wurfrichtung nach Nordosten.

Boule-Spieler werden sich über die beiden neu gestalteten Bahnen freuen, die vor der eigentlichen Sportanlage liegen. Dort sind ebenfalls zwei Beachvolleyballfelder zu finden. Aus eigenen Mitteln hat der Sportverein dort auch einen kleinen Kletter-Parcours eingerichtet. Er ist vergleichbar mit den Geräten auf dem Generationenspielplatz Bleiche an der Ecke Profitweg/Seichenbrunnen.

Ideengeber für die Freizeitanlagen, die auch von der Allgemeinheit genutzt werden können, war der Warburger Sportverein, Bauherr war die Stadt Warburg. Die Anlage wird zurzeit von etwa 8 bis 16 Uhr vom Gymnasium Marianum für den Schulsport genutzt. Danach steht sie, bis zum Einbruch der Dunkelheit, den Vereinen und allen anderen Sportbegeisterten zur Verfügung.

Wer die Sportstätte nutzen möchte, muss sich dafür anmelden. Das funktioniert über die Geschäftsstelle des Warburger Sportvereins per Telefon 05641/7473027, per E-Mail an geschaeftsstelle@warburgersv.de oder über die Internetseite des Vereins www.warburgersv.de (Reiter „Online Buchen“).

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