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Entführung: Familienmitglieder im Fokus

Warburger Fall liegt bei Experten für Clankriminalität

Warburg (WB/dal)

Mit dem Fall einer 22-jährigen Jesidin, die offenbar nach Warburg entführt worden war, beschäftigt sich nun die Staatsanwaltschaft Stade. Laut Oberstaatsanwalt Kai Thomas Breas hat seine Behörde den Fall übernommen, da ihr Schwerpunkt im Bereich Clankriminalität liegt – der Warburger Fall passe in dieses Milieu.

wn

Aus einer Wohnung in der Frankenstraße hatten Polizisten am 7. Januar eine junge Frau befreit. Foto: Daniel Lüns

Die Fachleute aus Stade ermitteln zurzeit gegen sechs Personen, erklärt Breas. Sie alle seien mit der jungen Frau verwandt, die aus dem niedersächsischen Landkreis Rotenburg (Wümme) stammt und am 7. Januarvon der Polizei aus einer Warburger Wohnung befreit worden war (wir berichteten).

Bei den sechs Beschuldigten handle es sich um zwei Brüder, zwei Schwestern, die Mutter und einen Schwager des Opfers. Drei Beschuldigte stammten aus Visselhövede (Landkreis Rotenburg/Wümme), zwei aus Warburg, eine Person stamme aus Hövelhof (Kreis Paderborn).

Daher sei eigentlich die Staatsanwaltschaft Verden/Aller zuständig, sagte Breas. Den Beschuldigten werde Freiheitsberaubung und Körperverletzung vorgeworfen, möglicherweise auch gefährliche Körperverletzung. Nicht alle der sechs Beschuldigten hätten sich in der Warburger Wohnung aufgehalten, als die Polizei eintraf.

Ob sich in der Wohnung noch weitere Personen aufgehalten hatten, gegen die zurzeit nicht ermittelt wird, wollte Breas mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht sagen. „Die Vernehmungen laufen noch“, sagte er.

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