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Projekt Solid der Landvolkshochschule fördert Vorhaben von und für Senioren

Warburger Nachbarschaftshilfe geplant

Warburg (WB). »Nachbarn helfen Nachbarn« – Unter diesem Motto soll in Warburg jetzt eine Nachbarschaftshilfe für Senioren aus der Taufe gehoben werden. »Wir wollen Menschen, die Hilfe anbieten wollen, mit Menschen, die Hilfe brauchen, zusammenbringen«, sagt Alina Blömeke, Sozialarbeiterin bei der Stadt Warburg. Sie ist auch zuständig für die Seniorenarbeit in der Hansestadt.

Ralf Benner

Begleitet vom Seniorenbüro der Stadt, ist in Warburg die Einrichtung einer Nachbarschaftshilfe für Senioren geplant. Darin können sich Ehrenamtliche unter dem Motto »Nachbarn helfen Nachbarn« engagieren und Brücken zwischen den Generationen bauen. Foto: Jens Büttner/dpa

Das Vorhaben ist ein Bestandteil des Projekts »SOLID – Lokale Sorgestrukturen im Kreis Höxter fördern und ausbauen« der Katholischen Landvolkshochschule Hardehausen. Das Projekt wird gefördert durch den Kreis Höxter im Rahmen des Modellvorhabens »Land(auf)Schwung« des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Ehrenamtliche Helfer gesucht

Mit einem Flyer, der bereits entworfen, aber noch nicht gedruckt wurde, will das Seniorenbüro der Stadt Warburg in den kommenden Wochen auf dieses neue Angebot aufmerksam machen. »Wir suchen Menschen, die ehrenamtlich helfen wollen, auch wenn sie nur eine Stunde pro Woche Zeit haben oder sich nur sporadisch einspringen möchten«, erläutert Blömeke.

Mögliche Leistungen einer Nachbarschaftshilfe seien Einkäufe und Besorgungen, Begleitung zum Arzt oder Behörden, Gespräche, Zuhören, Spazierengehen, Ausfüllen von Formularen, kleinere Handreichungen im Haushalt oder Garten. »Eine medizinische Betreuung oder dauerhafte Haushalts- oder Putzhilfe können jedoch nicht übernommen werden«, schränkt Alina Blömeke ein.

Klären, wo der Schuh drückt

Bei der Sozialarbeiterin der Hansestadt laufen alle Fäden für das Seniorenbildungsprojekt »SOLID« zusammen. In zahlreichen Dorfgesprächen mit interessierten Bürgern wurde in den vergangenen Monaten erörtert, welche neuen Angebote in den Bereichen Freizeit, Sport und Kultur entwickelt werden können, um den Bedürfnissen und Interessen der älteren Menschen im Stadtgebiet gerecht werden zu können.

»Es wurde geklärt, was es in den Ortschaften an Gutem für Senioren schon gibt, wo ›der Schuh drückt‹ und welche Initiativen auf dem Weg gebracht werden können und wer Kümmerer, Ansprechpartner oder Türöffner sein möchte«, zieht Alina Blömeke ein positives Fazit. Die Durchführung der Dorfgespräche sei auch von den Katholischen Frauengemeinschaften vor Ort aktiv unterstützt worden, lobt sie.

Mobiles Seniorenbüro geplant

»Wir können im Rahmen des Solid-Projekts nur den Anstoß für Vorhaben geben, Ideen vertiefen und Menschen zusammenbringen. Umgesetzt werden müssen diese Angebote dann aber von den Akteuren vor Ort«, erläutert die Sozialarbeiterin. Einiges sei auch schon umgesetzt worden. So habe sich in Menne eine Gruppe von Senioren zum Boulespielen zusammengefunden. Ältere Menschen aus dem Ort gingen nun regelmäßig zusammen spazieren. Und in Daseburg sei nach dem Dorfgespräch unter Federführung des Sportvereins eine Männersportgruppe gegründet worden.

Die Stadt Warburg will ihre Arbeit für Senioren ebenfalls weiter ausbauen. Demnach sei geplant, in Kürze ein mobiles Seniorenbüro in den Ortschaften anzubieten, berichtet Blömeke. Vorgesehen sei, mit dem Seniorenbüro einmal pro Monat voraussichtlich zwischen 9 und 12 Uhr in jedes Dorf zu kommen. Eingerichtet werden sollen diese Sprechzeiten dann in den Pfarrheimen. In Ossendorf und Dössel werde das Seniorenbüro in den Feuerwehrgerätehäusern seinen Platz finden.

  • Kontakt: Alina Blömeke, Seniorenbüro, Telefon 05641/92126.
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