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Spielzeit 2022/2023 wieder mit Abos - Neue Lüftung im PZ verspricht Sicherheit

Warburger Theater kommt einsilbig daher

Warburg

„Wir haben eine ausgewogene Mischung“, ist sich Dr. Andreas Knoblauch-Flach vom VHS Zweckverband Diemel-Egge-Weser bei der Vorstellung der vier Theaterstücke für die Spielzeit 2022/2023 sicher. „Ganz zufällig kommen wir dabei einsilbig daher“, meint der künstlerische Leiter des Theaters in Warburg schmunzelnd im Hinblick auf die kurzen Titel der Bühnenstücke in der 43. Spielzeit.

Von Verena Schäfers-Michels

Nach dem Roman „Tyll“ von Daniel Kehlmann hat Regisseur Erik Schäffler ein barockes Welttheater geschaffen. Foto: Fantitsch

„In dieser Saison kehren wir zurück zum Abo-Modus“, erklärt Bürgermeister Scherf. Zudem werden die Plätze wieder voll besetzt, was den Besuch von bis zu 500 Zuschauern erlaubt. Vorteile seien ein fester Sitzplatz für alle vier Vorstellungen und eine kräftige Preisermäßigung gegenüber dem Einzelkartenkauf. "Im Abo besuchen Sie umgerechnet eine Vorstellung umsonst", verspricht er.

Gegenüber  den Vorjahren sind die Preise gleich geblieben, ein Abonnement gibt es ab 49 Euro, Einzelkarten ab 17 Euro. Zurzeit seien noch Kapazitäten bei den Abos frei. Mit Blick auf Corona betonen die Verantwortlichen, dass bei einem Besuch im Pädagogischen Zentrum (PZ), Wachtelpfad 2, die Sicherheit für die Gäste hoch sei,  dank der Ausstattung und einem neuen Lüftungssystem.

Auf die neue Theatersaison im Pädagogischen Zentrum freuen sich (hinten von links) Sabine Laudage (Stadt Warburg), Ulrich Lüke (Verbundvolksbank), Norbert Meyer (Volksbank Höxter), Andreas Niggemeyer (Stadtwerke Warburg) sowie (vorne von links) Dr. Andreas Knoblauch-Flach (VHS Zweckverband) und Bürgermeister Tobias Scherf. Foto: Verena Schäfers-Michels

Besucher wegen Corona zurückhalten

Die Besucherzahlen waren in der zurückliegenden Saison wegen der Pandemie stark zurückgegangen. Einzig „Udo Jürgens“ verzeichnete einen guten Besuch. Das Finale „Aus dem nichts“ konnte gerade mal zehn Prozent der normalen Besucherzahl vorweisen. Nun hoffen die Veranstalter, dass die Zurückhaltung der Theaterfreunde zurückgeht und sie die Auswahl der neuen Saison genießen werden.

Seit dem 18. Juli läuft der Abonnementverkauf im Verwaltungsgebäude der Stadt Warburg in der Bahnhofsstraße 28, Zimmer 416, Telefon 05641/921416. Der Einzelverkauf beginnt jeweils drei Wochen vor der Aufführung im Informations- und Servicecenter der Stadt Warburg auf dem Neustadt-Marktplatz. Karten gibt es ab 17 Euro.

Folgende Stücke werden ab Oktober  jeweils dienstags um 20 Uhr im PZ gezeigt:

18. Oktober: „Gott“

Zuerst kommt das Schauspiel „Gott“ von Ferdinand von Schirach auf die Bühne. Es ist der Nachfolger von „Terror“. In seinem zweiten Bühnenstück widmet sich der Autor dem Thema „Wahltod statt Qualtod“ und regt damit eine große Diskussion an. Wie geht man im Spannungsfeld von Moral, Christentum und Politik mit dem Thema Suizid um?

Zuerst kommt das Schauspiel „Gott“ von Ferdinand von Schirach auf die Bühne. Es ist der Nachfolger von „Terror“. In seinem zweiten Bühnenstück widmet sich der Autor dem Thema „Wahltod statt Qualtod“ und regt damit eine große Diskussion an. Foto: T.Behind-Photographics,Tim Mueller

15. November: „Amadeus“

Bürgermeister Tobias Scherf ist nach einem Besuch in Salzburg gespannt auf die Umsetzung von „Amadeus“, dem zweiten Stück der Saison, in dem der Frage nachgegangen wird: Wurde Mozart vom damaligen Hofkompositeur Antonio Salieri vergiftet? In ineinander übergehenden, bilderbogenartigen Episoden, in denen Mozarts Musik eine wichtige Funktion hat, zeigt Peter Shaffer in seiner Liebeserklärung an das Musikgenie den immerwährenden Kampf des Talents gegen das Genie, des Mittelmäßigen gegen das Absolute.

Die Komödie „Kunst“ mit (von links) Luc Feit, Heinrich Schafmeister und Leonard Lansink sollte bereits 2021 in Warburg aufgeführt werden, fiel jedoch dem Lockdown zum Opfer. Foto: Gio Loewe

31. Januar: „Kunst“

Die Komödie „Kunst“ von Yasmina Reza und mit Heinrich Schafmeister, Leonard Lansink und Luc Feit in den Hauptrollen, sollte bereits 2021 aufgeführt werden, fiel jedoch dem Lockdown zum Opfer. Nun ist es endlich als drittes Stück der kommenden Theatersaison zu sehen. Als Serge sich ein riesiges Ölgemälde komplett in Weiß mit kaum wahrnehmbaren Querstreifen eines renommierten Künstlers anschafft, zweifelt sein Freund Marc an Serges Verstand, doch auch der zu Rate gezogene Yvan ist bei der Frage: „Ist das Kunst?“ keine Hilfe und plötzlich steht die Freundschaft des Trios auf dem Spiel.

14. März: „Tyll“

Dass das Thema Krieg den Menschen der Region aktuell viel näher gekommen ist, als ihnen lieb ist, ahnte Knoblauch-Flach bei der Auswahl noch nicht. Nach dem Roman „Tyll“ von Daniel Kehlmann hat Regisseur Erik Schäffler ein barockes Welttheater geschaffen, in dem der eigentlich im Mittelalter angesiedelte Tyll Ulenspiegel gemeinsam mit Bäckerstochter Nele religiösen Fanatismus, Krieg und Magie in den Wirren des 30-jährigen Krieges erlebt.

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