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Schülervertretung des Hüffertgymnasiums Warburg beteiligt sich an Hilfsaktion für Ghana

Weihnachtstüten ein Jahr auf Reisen

Warburg/Willebade...

Gepackt für das Weihnachtsfest 2019 – angekommen am Heiligabend 2020: Ein Jahr hat es gedauert, bis die in Warburg befüllten „Weihnachtsbeutel für Ghana“ bei den bedürftigen Kindern in dem westafrikanischen Land ausgepackt werden konnten.

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Ein Bild aus der Vorweihnachtszeit 2019: Die damalige Schülersprecherin Theresa Dissen (links) und Susanne Krekeler, Leiterin des Hüffertgymnasiums, überreichten Kwasi Düweke 48 Weihnachtsbeutel für Ghana. Mehr als ein Jahr hat es gedauert, bis die Geschenke aus Deutschland bei den hilfsbedürftigen Kindern in Ghana angekommen sind. Foto: Hüffertgymnasium

„Nach über einem Jahr sind die Geschenke zum Weihnachtfest 2020 endlich angekommen“, freut sich Theresa Dissen. Sie war im November 2019 Schülersprecherin am Hüffertgymnasium und unterstützte mit der damaligen Schülervertretung in der Vorweihnachtszeit 2019 die Aktion „Weihnachtsbeutel für Ghana“. Neben der ohnehin schon schwierigen Logistik, habe die Corona-Pandemie dieses Projekt enorm erschwert.

Im November 2019 befüllten Schüler des Hüffertgymnasiums 48 Weihnachtsbeutel für Kinder in Ghana. 19 Beutel hatte die Schülervertretung den Klassen und Jahrgängen zur Verfügung gestellt. Dazu wurde jedes Kind gebeten, eine Kleinigkeit für den gemeinsamen Klassenbeutel mitzubringen. Die restlichen Beutelkäufe wurden von Familien und Lehrern, aber vor allem auch aus den Klassenkassen finanziert. Überreicht wurden die gefüllten Geschenkebeutel am Nikolaustag 2019 an Kwasi Düweke.

Gemeinsam mit seiner Frau Christine Düweke leitet er die Organisation „Go For Ghana Foundation“, die für diese Aktion verantwortlich ist. Das Ehepaar kommt aus Willebadessen und hat persönliche Verbindungen nach Ghana.

Mit ihrem Kinderhilfsprojekt „Farm of Hope“ tragen Kwasi und Christine Düweke dazu bei, die Bildungsarmut, die Hungersnot und die Obdachlosigkeit der Kinder dort zu lindern. Ziel des Paares ist es, eine Brücke zwischen Ghana und Deutschland zu bauen.

Theresa Dissen: „Ich stehe durch meine Zeit als Vorstandsvorsitzende der Hansegenossenschaft Warburg eSG noch im engen Kontakt mit Familie Düweke, weswegen ich mich sehr gefreut habe, kürzlich Bilder aus Ghana erhalten zu haben.“ Kwasi Düweke schrieb der ehemaligen Schülersprecherin, dass es leider zu Lieferverzögerungen gekommen sei. „Die Weihnachtsbeutel waren erst im März 2020 in Ghana angekommen“, berichtet Theresa Dissen. Durch die aktuelle Corona-Pandemie konnten die Beutel dort nicht direkt verteilt werden. „Das Virus machte auch in der Weihnachtszeit 2020 einen normalen Schulbesuch und die dortige Verteilung unmöglich. Doch zum Glück konnten die Weihnachtsbeutel durch Helfer vor Ort am 24. Dezember 2020 in das nahe gelegene Dorf Bosomabena sowie einige andere Dörfer der Umgebung gebracht werden“, erklärte Kwasi Düweke in seinem Schreiben an Theresa Dissen. Die Mädchen und Jungen zwischen vier und 14 Jahren hätten sich sehr über die gefüllten Baumwollbeutel aus Deutschland gefreut.

Kindern eine Freude gemacht

In Warburg hat das Projekt das Team der SV begeistert. „Wir haben uns besonders darüber gefreut, dass so viele Schüler geholfen und geteilt haben“, sagt Dissen. „Wir konnten vermitteln, wie gut es uns geht und auf die Not anderer aufmerksam machen.“ Besonders erinnert sich die ehemalige Schülersprecherin an ein Kind aus der fünften Klasse: „Das Mädchen hat mich ganz verständnislos gefragt, wer sich denn eine Zahnbürste zu Weihnachten wünscht. Oft sehen wir unsere Privilegien als selbstverständlich an und vergessen, was für ein Glück wir haben.“ Umso mehr freue sie sich , dass gerade in diesem schweren Jahr 2020 den Kindern in Ghana solch eine Freude gemacht werden konnte.

Das Hüffertgymnasium werde bei der nächsten „Weihnachtsbeutel für Ghana“-Aktion 2021 auf jeden Fall wieder dabei sein.

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