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Museum im „Stern“ zeigt 50 Jahre alte Bilder aus dem Archiv von Erich Kesting

Als Willy Brandt auf Stippvisite in Warburg war

Warburg

Warburger Museum im „Stern“ wird am Sonntag, 28. August, die Ausstellung „Vor 50 Jahren. Warburg und das Warburger Land 1972 in Fotografien von Erich Kesting“ eröffnet.

Bundeskanzler Willy Brandt wird am Bahnsteig in Warburg als Mitglied im Förderverein zum Bau und Betrieb des Warburger Hallenbades gewonnen. Foto: Erich Kesting

Aus dem reichhaltigen Negativnachlass des Altstädter Fotografen Erich Kesting werden mehr als 236 ausgewählte Aufnahmen präsentiert, die das Jahr 1972 in der Diemelstadt und im Warburger Land wieder lebendig werden lassen. Damit setzt das Museum eine seit mehr als einem Jahrzehnt durchgeführte und unverändert beliebte Ausstellungsreihe fort.

Am 1. Juni 1948 eröffnete Erich Kesting sein Atelier an der Josef-Kohlschein-Straße. Schon bald wurde er als Fotograf für die lokalen Zeitungen tätig und war unermüdlich im gesamten Altkreis Warburg unterwegs. Er hielt alle wichtigen Ereignisse und Begebenheiten im Bild fest. 1974 verstarb Erich Kesting, nachdem er länger als ein Vierteljahrhundert gewirkt hatte. Seine Familie hat seinen Negativnachlass bewahrt und dem Museum zur Verfügung gestellt.

Platzkonzert zum Patronatsfest im St.-Laurentiusheim (HPZ). Foto: Erich Kesting

Allein für das Jahr 1972 liegen knapp 10.000 Negative vor. Alle wurden ehrenamtlich von Josef Wertz aus Daseburg und Dr. Gotthard Kießling digitalisiert. Aus dem gesamten Jahresbestand musste dann zwangsläufig eine Auswahl getroffen werden. Die Fotoabzüge sind zu Sachgruppen wie „Aus der Arbeitswelt“, „Aus der Welt des Sports“, „Kinderleben“, „Feste und Feiern“, „Schnappschüsse“ und „Straßen, Häuser, Ansichten“ zusammengefasst worden. Im Jahr 1972 ging Kesting „in die Luft“ und dokumentierte Warburg „von oben“. Er begrüßte den Friedensnobelpreisträger und Bundeskanzler Willy Brandt am Bahnhof und hielt den Moment mit der Kamera fest.

Kunstdrucke von Dr. Helmut Lohmann 

Auf die Ereignisse im Jahr 1972 in Warburg, Deutschland und der Welt wird Heinz Josef Besse während der Ausstellungseröffnung am 28. August ab 11 Uhr eingehen. Für die musikalische Umrahmung sorgen Barbara Nespethal und Anton Cik.

Stadtarchivar Dr. Alexander Schwerdtfeger-Klaus und Mechthild Cramme, Vorsitzende des Museumsvereins, freuen sich auf die Eröffnung der Schau am Sonntag. Foto: Jürgen Vahle

Ergänzend zeigt das Museum in der Galerie eine Auswahl von Graphiken und Kunstdrucken von 1972 aus der Sammlung von Dr. Helmut Lohmann, die letztes Jahr aus seinem Nachlass in die Bestände des Museums übernommen wurden. Ein Schwerpunkt sind die Werke von Künstlern der „Wiener Schule des phantastischen Realismus“, die sich ab den späten 1950er Jahren bis in die 1970er Jahre einer großen Beliebtheit erfreuten und so das Sammlungsinteresse Dr. Lohmanns anregten.

Zu sehen ist die Ausstellung bis 9. Oktober täglich außer montags von 14.30 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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