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Biohof Engemann und Agravis sind sich handelseinig

Altes Kornhaus wird abgerissen

Willebadessen (WB). Am alten Kornhaus in Willebadessen-Eissen haben die Abrissarbeiten begonnen. Die Liegenschaft, die sich noch im Besitz der Agravis befindet, steht kurz vor dem Verkauf an den Biolandhof Engemann aus Eissen. Das hat Geschäftsführer Klaus Engemann gestern bestätigt. Die beiden Unternehmen seien sich handelseinig, lediglich die Unterschriften fehlten noch.

Jürgen Vahle

Am alten Kornhaus in Eissen sind die Bagger angerückt. Teile des Komplexes werden abgerissen. Der Biohof Engemann steht kurz vor dem Kauf der Liegenschaft. Agravis und der Biohof sind sich mittlerweile handelseinig. Foto: Daniel Lüns

„Mit Agravis sind wir schon länger im Gespräch gewesen“, berichtet Klaus Engemann. Die ersten Abrissarbeiten seien daher bereits in Auftrag gegeben worden. Noch in dieser Woche sollen das alte Backsteingebäude und einige Silos abgerissen werden.

Hallen werden weitergenutz

Weiterhin nutzen will der Biohof zwei Betonhallen, in denen früher unter anderem Dünger gelagert wurde. Dort sollen Maschinen des Agrar-Unternehmens Platz finden. Auch einige Getreidesilos will Klaus Engemann erhalten und weiter nutzen. Das Bürogebäude ist bereits im Juli von sieben Engemann-Mitarbeitern als neuer Arbeitsplatz bezogen worden. Zuvor wurde es renoviert und umgebaut.

So intensiv wie zu Agravis-Zeiten werde das Gelände in Eissen aber sicher nicht mehr genutzt werden, berichtet Klaus Engemann weiter. Für einen Teil des weitläufigen Areals will er womöglich gemeinsam mit der Regionalbewegung in Borgentreich eine neue Nutzung entwickeln. Ein entsprechendes Projekt sei angelaufen. Denkbar seien beispielsweise die Ansiedlung kleiner Betriebe aus der Lebensmittelbranche, eine Nutzung für den Bildungsbereich oder für die Weiterverarbeitung von Bio-Saatgut.

Standorte standen leer

Im Dezember 2017 war der Neubau des Agravis-Kornhauses zwischen Dössel und Hohenwepel in Betrieb genommen worden. Insgesamt acht Millionen Euro hatte das Unternehmen dort investiert. Im Folgejahr kamen einen Trockner und eine Saatgutaufbereitungsanlage (etwa eine Million Euro) hinzu. Die zu geringen Lagerkapazitäten in den Kornhäusern in Eissen und Warburg hatten den Neubau notwendig gemacht. Die alten Standorte standen zunächst leer oder wurden nur noch übergangsweise genutzt.

Die Liegenschaft in Warburg hat mittlerweile der Unternehmer Hermann Jakobs gekauft und bereits ein altes Bürogebäude abreißen lassen. Zur Kriminixstraße hin soll Wohnbebauung entstehen. Was auf dem restlichen Areal geplant wird, ist noch unklar. Möglicherweise wird weiterer Wohnraum für ältere Menschen geschaffen. Für den Standort in Eissen ist hingegen eine bäuerliche Nachnutzung gefunden worden.

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