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Zwischenstand zum Leerstandsmanagement der Städte Willebadessen und Borgentreich

Exposés sollen Verkauf ankurbeln

Willebadessen (WB). Das Leerstandsmanagement der Städte Willebadessen und Borgentreich nimmt Gestalt an. Eine Fragebogen-Aktion mit den Eigentümern ungenutzter Immobilien ist abgeschlossen. Nun sollen erste Verkaufsexposés erstellt und im Internet präsentiert werden.

Daniel Lüns

Leer stehende Geschäftsräume – wie zum Beispiel an der Langen ­Straße in Willebadessen – haben beim Verkauf von Immobilien eine »ungünstige Strahlkraft «, erklärte Hartmut Lüdeling. Er präsentierte Ideen, wie man diese Räume beleben könnte. Foto: Daniel Lüns

Hartmut Lüdeling vom Büro »Arge Dorfentwicklung« präsentierte den Zwischenstand des Projektes am Dienstagabend in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Willebadessen. Dabei bezog er sich vor allem auf die Eggestadt. »Beide Städte sind in ihren Strukturen jedoch sehr ähnlich«, erklärte Lüdeling mit Blick auf die Situation in Borgentreich.

Mittlerweile seien sämtliche ausgemachten Leerstände angefahren und erfasst worden. »Die Zahlen und Daten sind dabei aber im Fluss«, betonte der Fachmann. »Was heute ein Leerstand ist, das kann morgen verkauft sein.« Oder auch abgerissen. Auch die Fragebogen-Aktion sei nun beendet. Demnach gebe es 28 Inhaber von leer stehenden Immobilien im Stadtgebiet Willebadessen, die beim Verkauf gerne unterstützt werden möchten.

Exposés sollen im Internet präsentiert werden

»Wir planen nun, Exposés anzufertigen, um so eine Vermarktungshilfe zu bekommen«, sagte Lüdeling weiter. Diese Exposés sollen auch im Internet präsentiert werden, um mehr Menschen anzusprechen. »Wir müssen ja Werbung machen: für die Ortsteile und für die Region«, erklärte der Fachmann. Das könnte auf der Internetseite Willebadessens geschehen, schlug er vor.

»Viele Menschen wissen gar nicht um die Wertigkeit ihrer Objekte«, erklärte der Diplom-Ingenieur. Zum Beispiel gebe es verschiedene alte Bauernhöfe, »deren bauartliche Substanz ortsbildprägend ist«. Erste Gespräche mit Interessenten habe es schon gegeben. »Die haben sich dann aber leider anders orientiert«, sagte er.

»Leerstände nimmt man als erstes wahr.«

In den Stadtteilen Willebadessen und Peckelsheim wirkten sich leer stehende Geschäftsräume auf die Vermarktung von ungenutzten Immobilien aus. »In der Langen Straße in Willebadessen etwa gibt es viele Leerstände. Die nimmt man als erstes wahr, die bleiben mit am stärksten im Bewusstsein«, erklärte der Fachmann.

Daher hätten die Örtlichkeiten auch eine »ungünstige Strahlkraft«. Er präsentierte jedoch Ideen, wie diese Räume wiederbelebt werden könnten. Zum Beispiel könnten ansässige Firmen die Schaufenster als Ausstellungsfläche nutzen.

Gestaltung des Ortsbildes im Blick behalten

Lüdeling hob das Engagement von Eigentümern ungenutzter Immobilien am Standort Willebadessen hervor. »Da etabliert sich langsam eine Standortgemeinschaft«, erklärte er. So ein Zusammenschluss biete große Vorteile, vor allem in der Kommunikation mit Interessenten und anderen Hausbesitzern.

Lüdeling schlug zudem vor, die Gestaltung des Ortsbildes im Blick zu behalten. Die Stützwand am Willebadessener Bahnhof etwa, die einfahrende Autofahrer sofort sehen würden, sei grau und trist. »Vielleicht könnte man versuchen, die im Zuge einer Dorfwerkstatt zu bemalen«, sagte er. Womöglich könne man für diese Aktion sogar Fördergelder bekommen.

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