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Verein „Go for Ghana“ nimmt online an Internationalen Wochen gegen Rassismus teil

Freiwillige können sich für Projekt bewerben

Willebadessen (WB...

m Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus finden Mitte März im gesamten Kreis Höxter Veranstaltungen, Projekte und Informationsveranstaltungen statt. Los geht es am 15. März. Mit dabei ist in diesem Jahr auch der Verein „Go for Ghana“ mit seiner Schule „Farm of Hope“. Hier engagiert sich das Willebadessener Ehepaar Kwasi Heiser-Düweke und Christine Düweke.

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Die „Farm of Hope“ wurde Mitte Januar wieder für die Schüler geöffnet. Ab jetzt dürfen auch wieder Teilnehmer des Freiwilligendienstes ein Praktikum an der Schule machen. Foto: Go for Ghana

Die „Farm of Hope“ in Bosomabena bietet derzeit 118 Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis 14 Jahren die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Nach monatelanger pandemiebedingter Schließung werden die Kinder seit Mitte Januar wieder unterrichtet. Am 12. Februar haben die ersten zwölf Waisenkinder das Wohnheim bezogen. Ein Projekt mit Zukunft, das auf Dauer fast 100 Waisen- und Straßenkindern ein Zuhause bieten soll.

Freiwilligendienst

„Anfang des Jahres konnten aufgrund von Corona leider keine Volontäre nach Bosomabena kommen“, erzählt Christine Düweke, Vorsitzende des Vereins „Go for Ghana“. Ihr Mann Kwasi Heiser-Düweke, Vorsitzender und Gründer von „NGO Go for Ghana“, freut sich, dass ab sofort wieder der Freiwilligendienst aufgenommen werden kann.

„Mit Unterstützung des Landes NRW konnten wir erstmalig 2019 eine Gruppe junger Menschen für den ‚Konkreten Friedensdienst‘ nach Ghana begleiten. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit den Freiwilligen gemacht“, erzählt der gebürtige Ghanaer, der als Neunjähriger nach Deutschland kam. „Lehrer und Psychologen haben uns Tipps gegeben und Rückmeldung, wie wir unsere Arbeit noch erweitern und verbessern können.“

Kwasi Heiser-Düweke und Christine Düweke nehmen mit ihrem Verein „Go for Ghana“ als Vertreter des Kreises Höxter an den Internationalen Wochen gegen Rassismus teil. Foto: Go for Ghana

Bewerbung möglich

Bewerben kann sicher jeder ab 18 Jahren oder Minderjährige in Begleitung mit einem Erziehungsberechtigten, Abiturienten, Urlauber, Studenten und Berufstätige, die an einem Wissensaustausch interessiert sind, und Rentner, die einen wichtigen Beitrag leisten möchten.

Die Freiwilligen werden am Flughafen in Ghana abgeholt, direkt auf der Farm untergebracht und haben die Möglichkeit, Ausflüge nach Cape Coast Castle (Sklavenburg) und zu den National Parks zu unternehmen und Erholung am Strand zu finden. Die Teilnehmer werden in unterschiedlichen Einsatzbereichen eingesetzt. Zudem ist es möglich, eigene Workshops zu erarbeiten.

Rassismus-Erfahrungen

Kwasi Heiser-Düweke hat vor, im Zuge der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Onlinevorträgen zweimal wöchentlich zu reflektieren, wie er selbst mit dem Thema Rassismus im Alltag umgeht und welche Erfahrungen er gemacht hat.

Verein „Go for Ghana“

Der gemeinnützige Verein „Go for Ghana“ wurde 2017 in Deutschland gegründet. Der Verein hat in Ghana in Kooperation mit dem Partnerverein „NGO Go for Ghana“ das Kinderhilfsprojekt „Farm of Hope“ ins Leben gerufen. Dieses möchte Straßenkindern ein Zuhause bieten und Bildungsarmut und Hungersnot verringern.

Projekt „Farm of Hope“

Die Kinder sollen eine Schulbildung und handwerkliche Ausbildungsmöglichkeiten erhalten, zudem soll ein ökologischer, landwirtschaftlicher Betrieb etabliert, Wohnraum gesichert und eine medizinische Grundversorgung gewährleistet werden.

Durch „Hilfe zur Selbsthilfe“ sollen die Kinder die Chance erhalten, selbstständige und anerkannte Mitglieder der ghanaischen Gesellschaft zu werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, organisiert der Verein „Go for Ghana“ deutschlandweit öffentliche Veranstaltungen wie Fußballturniere oder Konzerte zu Gunsten des Kinderhilfsprojekts. Zudem präsentiert der Verein das Projekt „Farm of Hope“ durch Vorträge direkt vor Ort in Ghana.

Dank einer Kooperation mit einer Berufsschule in Mönchengladbach soll ab Herbst diesen Jahres zudem der erste Schüleraustausch zwischen deutschen und ghanaischen Jugendlichen stattfinden.

www.farm-of-hope.com

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