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Das Haus des Gastes in Willebadessen wird zurzeit umgestaltet

Gemeindeforstamt ist bis Ende April umgezogen

Willebadessen

Bis Ende April dieses Jahres soll das Gemeindeforstamt Willebadessen in das Haus des Gastes umgezogen sein. Das hat Markus Blaschek vom Bauamt am Donnerstagabend im Stadtrat erklärt. Dieser tagte coronabedingt in der Aula der Eggeschule.

Ralf Benner

Das Haus des Gastes in Willebadessen wird zurzeit umgestaltet. Künftig soll es auch das Gemeindeforstamt Willebadessen beherbergen. Foto: Daniel Lüns

Das Haus des Gastes in Willebadessen wird zurzeit umgestaltet. In der Ratssitzung stellte Blaschek den derzeitige Stand der Planungen zum Erdgeschoss des Gebäudes vor. Die Arbeiten lägen im Zeitplan.

Gemäß dem Beschluss der Verbandsversammlung des Gemeindeforstamtsverbandes sowie des Rates der Stadt Willebadessen wird das Gemeindeforstamt seinen Sitz zukünftig im Erdgeschoss des „Haus des Gastes“ haben. Gemeinsam mit Verbandsvorsteher Michael Beninde sowie der Architektin des Kreises Paderborn, Nadine Krekeler, hat Ansgar Grawe vom Technischen Bauamt der Stadt die Umgestaltung der Räume im Erdgeschoss geplant.

Demnach bleiben die Verwaltungsnebenstelle samt Tourist-Info und auch die Polizei weiter im Haus des Gastes. Sie ziehen beide in den rückwärtigen Teil des Gebäudes. Im vorderen Gebäudeteil, wo die Tourist-Info ansässig war, wird künftig das Gemeindeforstamt auf einer Fläche von 181 Quadratmetern zu finden sein. Die Nebenstelle der Stadtverwaltung soll im hinteren Gebäudeteil auf 44 Quadratmetern Platz finden. Der Polizei steht dort eine Fläche von mehr als 35 Quadratmetern zur Verfügung. Im Erdgeschoss würden Sanitäranlagen und Toiletten erneuert.

Stadt investiert viel Geld

In die Umgestaltung des Haus des Gastes investiert die Stadt auch viel Geld. Von einem hohen fünfstelligen Betrag ist die Rede. Eine detaillierte Kostenschätzung gab es in der Ratssitzung am Donnerstag aber noch nicht.

Im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens für die Ertüchtigung des Gebäudes werde derzeit noch am brandschutztechnischen Konzept in Zusammenarbeit mit einem Brandschutzsachverständigen gearbeitet. Einige Termine mit der Baugenehmigungsbehörde habe es dazu bereits gegeben und die konkreten Maßnahmen befänden sich in der Abstimmung, sagte Bürgermeister Norbert Hofnagel dem WESTFALEN-BLATT auf Anfrage. „Wir wollen jetzt die Chance nutzen, das Gebäude zukunftsfest zu machen“, sagte er.

Derweil haben die Mitarbeiter des Gemeindeforstamtes im Haus des Gastes bereits mit ihrem Einzug begonnen. Neun Reviere mit insgesamt 10.000 Hektar Wald betreut das Gemeindeforstamt Willebadessen. Zu Hause war es im markanten Gebäude am Forstamtsweg in Willebadessen. Für das Haus, das um 1900 erbaut wurde, sei mittlerweile auch ein Käufer gefunden worden. Damit braucht der Verband eine neue Bleibe.

Musikverein kann Ende 2021 wieder einziehen

„Ich bin sehr glücklich über diesen langfristigen Mieter“, sagte Bürgermeister Norbert Hofnagel in der jüngsten Ratssitzung. Wie berichtet, hatte der angekündigte Umzug des Gemeindeforstamtes in das Haus des Gastes bei manchen Vereinen, die dort ihr Domizil hatten, für Unmut gesorgt. Sie mussten das Haus des Gastes bis Mitte Dezember 2020 räumen.

Davon betroffen waren etwa die Lebensmittelausgabe der AWO, die Historische Gesellschaft, der Musikverein Willebadessen und der Verein Selbst.Hilfe.Sucht. Sie warfen der Stadt vor, zu kurzfristig informiert worden zu sein und keine Lösungsvorschläge erhalten zu haben. Norbert Hofnagel hingegen betonte gegenüber dieser Zeitung, dass bereits sein Vorgänger auf mögliche Veränderungen an der Immobilie hingewiesen habe. Die Vereine und Gruppen, die Räume des Hauses nutzten, könnten sich außerdem zurzeit coronabedingt kaum oder gar nicht treffen.

Auch sei vereinbart worden, dass der Musikverein wieder Räume im Obergeschoss nutzen könne, sobald die Umbauarbeiten abgeschlossen seien. Voraussichtlich Ende dieses Jahres sei das wieder möglich, kündigte der Bürgermeister an. Der Verein sei darüber auch bereits schriftlich informiert worden.

Kritik an der Kritik

„Um nach Fertigstellung der Räumlichkeiten möglichst vielen weiter die Möglichkeit auf Nutzung des Gebäudes zu geben, wird gerade ein funktionierendes Nutzungskonzept erstellt. Die Verwaltung arbeitet mit Hochdruck daran, diese tragfähigen Lösungen zukunftsfest zu machen“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Markus Hagemann. „Das wir das Gemeindeforstamt in Willebadessen halten konnten, war ein hartes Stück Arbeit. Dies ist eine Chance für die Ortschaft Willebadessen“, erklärte er am Donnerstagabend in seiner Rede zum Haushalt.

„Was mich erschrocken hat, ist der scharfe Ton, der insgesamt hier entfacht und uns entgegengebracht wurde. Das ist unnötig und bringt nur Unruhe“, sagte Markus Hagemann. Man sollte den anstehenden Einzug des Gemeindeforstamtes „lieber als Chancen verstehen“, bekräftigte der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten.

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