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Stadt Willebadessen schlägt Prioritätenliste für die Sanierung der Sporthallen vor

Höchste Priorität in Peckelsheim

Willebadessen (WB). Die Stadt Willebadessen muss langfristig viel Geld in die Sanierung ihrer Sporthallen stecken. Bedarf gibt es vor allem an der Großturnhalle am Schulzentrum in Peckelsheim, an der Sporthalle am Schützenweg in Peckelsheim und an der Sporthalle in Willebadessen.

Jürgen Vahle

Höchste Priorität in Peckelsheim: Bürgermeister Hans Hermann Bluhm regt an, die Sporthalle am Grundweg in Peckelsheim zu sanieren und sich mit dem Projekt um hohe Fördergelder des Landes NRW zu bewerben. Foto: Jürgen Vahle

Aussicht auf 90-prozentige Förderung

Der Haupt- und Finanzausschuss soll an diesem Dienstag eine Prioritätenliste beschließen, mit der sich die Stadt an einem Förderprojekt des Landesbauministeriums „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ beteiligen will – und womöglich Fördergelder in Höhe von bis zu 90 Prozent der Bausumme einstreichen kann.

Hohe Fördersummen hatte Willebadessen zuletzt bei einigen Großprojekten einwerben können. So etwa beim Neubau des Kunstrasenplatzes in Peckelsheim und der Umgestaltung der Hibbeke-Kampfbahn in Eissen zum Rasenplatz.

Auch dort flossen 90 Prozent der Bausumme aus Fördergeldern.

Bürgermeister Hans Hermann Bluhm schlägt dem Ausschuss in der Sitzung am Dienstag, 18. August, (17.30 Uhr, Zehntscheune Peckelsheim) vor, dass zunächst Fördergelder für die Dach- und Fassadensanierung der Großturnhalle am Grundweg beantragt werden sollen.

Vor einigen Jahren sei das Dach dieser Sporthalle zwar in verschiedenen Abschnitten mit einer neuen Bitumenschicht versehen worden, eine grundlegende Sanierung sei hier jedoch wegen dringenderer Arbeiten im Bereich der Schulen und Kindergärten unterblieben.

Sporthalle Grundweg

Die Gebäudehülle datiere aus den 1970er-Jahren, „so dass eine Erneuerung des Daches und der Fassade dringend angezeigt ist“, schreibt Bluhm. Zudem könnte das Dach anschließend mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden, „was nach jetzigem Stand die Förderfähigkeit des Projektes nochmals verbessern würde“, beschreibt der Bürgermeister weiter.

Turnhalle zum „Plusenergiegebäude“ machen

Auch die Erneuerung der Lüftungsanlagen im Hallen- und Umkleidebereich sowie die Umstellung der Innenbeleuchtung auf LED-Technik sei sowohl aus altersbedingten Gründen, als auch wegen der Energieeffizienz notwendig. Die Turnhalle könnte dann – ebenso wie bereits weitere städtische Liegenschaften – den Status eines „Plusenergiegebäudes“ erreichen.

Gute Aussichten auf Fördermittel

Weiteres Argument beim Förderantrag: Die Sporthalle werde nicht nur durch den Schulsport, sondern auch durch die Sportvereine und damit für den Breitensport im Stadtgebiet vollumfänglich genutzt und müsse sogar in den späten Abendstunden oder nachts gereinigt werden, um den Trainingsbetrieb in dem nachgefragten Umfang gewährleisten zu können.

Kosten liegen bei etwa 200.000 Euro

Beziffert sind die Kosten noch nicht, sie könnten aber bei etwa 200.000 Euro liegen, heißt es aus dem politischen Raum. Erhält Willebadessen den Zuschlag in dem Förderprogramm, bliebe für die Kommune also ein Restbetrag von etwa 20.000 Euro zu zahlen. Der ist allerdings im Haushalt 2020 noch nicht eingeplant und müsste dann über einen Nachtragshaushalt getragen werden.

Hans Hermann Bluhm schlägt der Kommunalpolitik in seiner Liste noch zwei andere Projekte vor, die seiner Meinung nach aber in der Priorität weiter hinten angesiedelt sind – auch, weil die Aussicht auf Förderung hier geringer ist. Das wäre zum einen die Innensanierung der Sporthalle am Schützenweg und als drittes die Außensanierung der Sporthalle in Willebadessen.

Sporthalle Schützenweg

Das Dach und die Fassade der Sporthalle Schützenweg in Peckelsheim sind 2018 bereits komplett saniert worden, berichtet Bluhm. Der Zustand des Innenbereiches, insbesondere der Toiletten und Duschen, datiere jedoch noch aus der Zeit des Erstausbaus im Jahr 1957. „Zu diesem Objekt sieht die Verwaltung daher ebenso eine vordringliche Priorität“, schreibt Bluhm. Auch diese Halle werde nahezu durchgehend von Schulen und Vereinen genutzt.

Sporthalle Willebadessen

Die Sporthalle Willebadessen entstand durch Umbau des ehemaligen Hallenbades Ende der 1990er-Jahre. Die Fassade des Gebäudes stamme im Bereich der Glasfassade aber noch aus dem Jahr 1973, aus der Zeit vor diesem Umbau. Auch hier sieht die Stadt für die kommenden Jahre Handlungsbedarf.

Investitionspakt

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW hat im Juli den Aufruf für das Förderprogramm „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ gestartet, mit dem ausschließlich Kommunen unter anderem die bauliche und energetische Ertüchtigung ihrer Sportstätten mit bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst bekommen können. Vorrang dabei haben Maßnahmen an Objekten, die besonders vielen Menschen einen Zugang zu sportlicher Betätigung ermöglichen. Für das Programmjahr 2020 soll der Eigenanteil der Kommunen in Höhe von 10 Prozent sogar vom Land NRW übernommen werden. Allerdings ist für die Kommunen Eile geboten: Die Antragsfrist für das Programmjahr 2020 endet am 16. Oktober und für das Jahr 2021 am 15. Januar. Das Förderprogramm ist zunächst für die Jahre 2020 und 2021 aufgelegt worden, eine Verlängerung bis zum Jahr 2024 steht aber im Raum, berichtet Hans Hermann Bluhm in seiner Vorlage für den Ausschuss.

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