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Ehrenmalfeier des Eggegebirgsvereins am Hirschstein in Willebadessen

Mahnung gegen das Vergessen

Willebadessen (WB). Unter freiem Himmel ist die Ehrenmalfeier des Eggegebirgsvereins vor der restaurierten Inschrift an der Felswand am Hirschstein in Willebadessen begangen worden. Die Vorsitzende der EGV-Abteilung Willebadessen, Sabine Warm, begrüßte die etwa 150 Teilnehmer und wies auf die Einhaltung der Corona- Hygienevorschriften hin.

Die Inschrift an der Felswand am Hirschstein in Willebadessen ist frisch restauriert worden. Erinnert wurde bei der Gedenkfeier an die verstorbenen Wanderfreunde und Toten beider Weltkriege. Foto:

Die Ehrenmalfeier des Eggegebirgsvereins war ein Tag der Erinnerung und der Besinnung: Ein Tag der Erinnerung an Krieg und Gewalt und ein Tag des Gedenkens an die verstorbenen Wanderfreunde. Das machte Dr. Peter Kracht deutlich. Der Bundeskulturwart im Deutschen Wanderverband erinnerte in seiner Rede an die Schrecken des Ersten und Zweiten Weltkrieges und an die Pestwelle von 1666. Pest und Corona seien zwei unselige Geißeln der Menschheit, doch die Menschheit selber habe durch Kriegshandlungen Millionen Todesopfer zu verantworten.

Ehrenmalfeier am Hirschstein in Willebadessen (von links): Sabine Warm, Vorsitzende der EGV-Abteilung Willebadessen, Dr. Peter Kracht, Bundeskulturwart des Deutschen Wanderverbands, und Dr. Udo Stroop, Hauptvorsitzender des Eggegebirgsvereins. Foto:

„Leiden zu lindern, Wunden zu heilen, aber auch Tote zu ehren, Verlorene zu beklagen, bedeutet Abkehr von Hass, bedeutet Hinkehr zur Liebe, und unsere Welt hat die Liebe not", zitierte Kracht den Reichstagspräsidenten Paul Löbe. Der hatte 1922 an das Leid der Menschen im und nach dem Ersten Weltkrieg erinnert. Anlass war damals die erste Feierstunde zum Volkstrauertag im Berliner Reichstag. Den Worten von Paul Löbe sei nichts hinzuzufügen, schloss Kracht seine Rede.

Die Schlussworte wurden vom Hauptvorsitzenden des Eggegebirgsvereins, Dr. Udo Stroop, ­gesprochen. Für den muskalischen Rahmen der Gedenkfeier sorgten die Jagdhornbläser aus Scherfede, die Trompeter Ralf Schulte und Wilhelm Bieling vom Musikverein Willebadessen sowie der Solosänger Josef Schäfer aus Bad Driburg.

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