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Stadt Willebadessen lässt Photovoltaik-Anlagen errichten

Mit Sonnenenergie Geld sparen

Willebadessen  (WB). Die Stadt Willebadessen investiert in Photovoltaik-Anlagen, um Energiekosten einzusparen und den Klimaschutz voranzutreiben. Auf vier kommunalen Gebäuden hat die EAM jetzt Photovoltaik-Anlagen mit Wechselrichtern errichtet.

Silvia Schonheim

Vier neue Photovoltaik-Anlagen hat die EAM auf kommunalen Gebäuden der Stadt Willebadessen errichtet. Eine Anlage versorgt das Familienzentrum am Park mit Strom aus Sonnenenergie (von links): Ansgar Grawe, Hochbautechniker bei der Stadt Willebadessen, Andreas Schneider (EAM, Leiter Netzregion Baunatal/Hofgeismar), Jörg Heinemann (EAM, Leiter Zentrale Funktion, zuständig für PV-Anlagen), Dr. Sebastian Breker (EAM, Leiter Regionalzentrum Mitte) und Bürgermeister Hans Hermann Bluhm. Foto: Silvia Schonheim

»Auf den Dächern der Gemeindehalle in Fölsen, des Hallenbades Peckelsheim, der Sporthalle der Eggeschule und des Familienzentrums am Park sorgen jetzt PV-Anlagen für die Gewinnung von Strom aus Sonnenenergie«, sagt Ansgar Grawe, Hochbautechniker bei der Stadt Willebadessen. Nur die Anlage in Fölsen diene lediglich der Einspeisung von Strom ins Netz. »Alle anderen Anlagen sind zur Unterstützung des jeweiligen Eigenverbrauchs in den Gebäuden installiert worden«, erklärt Grawe weiter.

Durch die neue PV-Anlage bewege sich der Kindergarten Peckelsheim sogar im Plus-Bereich, »denn die Einrichtung wird seit 2010 bereits von einer Biogasanlage mitversorgt. Der Strom- und Gasverbrauch im Familienzentrum liegt pro Jahr bei etwa 12.000 Kilowattstunden, jetzt produzieren wir hier circa 28.000 kWh pro Jahr«, so der Hochbautechniker.

Der Einsparmeister der Stadt

Bürgermeister Hans Hermann Bluhm lobt Grawe als »Einsparmeister der Stadt. Er sorgt dafür, dass die Technik auf dem neuesten Stand gebracht wird und er sucht nach Alternativen.« So benötige die Stadt Willebadessen heute zum Beispiel im Vergleich zum Jahr 2001 93 Prozent weniger an fossilen Brennstoffen.

Die Errichtung von sechs Photovoltaik-Anlagen hatte die Stadt Ende April dieses Jahres ausgeschrieben. Für vier dieser Anlagen erhielt die EAM den Zuschlag. Zwei weitere sind von einem anderen Anbieter (Fögen, Borgen­treich) auf der ehemaligen Hüssenbergschule, heute Asylbewerberheim, sowie auf der Grundschule Peckelsheim errichtet worden.

Stadt spart rund 58 Tonnen CO2 pro Jahr ein

Die vier Anlagen, die von der EAM geplant und in Kooperation mit der Firma Energiesysteme Groß aus Kaufungen installiert wurden, haben eine Einspeisevergütung zwischen 15,36 kWp und 33,28 kWp. »Mit den von uns installierten Anlagen spart die Stadt rund 58 Tonnen CO

pro Jahr ein«, erläutert Dr. Sebastian Breker, Leiter des EAM-Regionalzentrums in Borken.

»Die Wechselrichter wurden von Vertragselektrikern der Stadt Willebadessen an das Netz der EAM angeschlossen. Durch ihre gute Kenntnis über die jeweilige elektrische Anlage konnte der Anschluss besonders effizient gestaltet werden und es verbleibt Wertschöpfung im Stadtgebiet«, ergänzt Bürgermeister Hans Hermann Bluhm.

Die Stadt Willebadessen ist seit 2014 Anteilseigner beim Energieversorger EAM. Bluhm: »Seitdem müssen wir uns in Sachen Strom keine Sorgen mehr machen.« Über eine Einkaufsgemeinschaft beziehe die Stadt ausschließlich Ökostrom von EAM. »Und der Strom, den die Photovoltaik-Anlagen erzeugen, ist ja auch Ökostrom. Unser Ziel ist es, dass wir uns selber versorgen können«, erklärt Hans Hermann Bluhm.

Kosten: 27.000 und 30.000 Euro pro Anlage

Die Kosten pro Anlage belaufen sich nach Angaben von Ansgar Grawe zwischen 27.000 und 30.000 Euro. »In der Regel refinanzieren sich solche Anlagen durch den geringeren Zukauf von Strom und die Einspeisevergütung innerhalb von knapp sechs Jahren«, sagt er. Durch den Betrieb der sechs neuen Photovoltaik-Anlagen spare die Stadt jedes Jahr etwa 34.000 Euro ein.

Hochbautechniker Grawe will in Zukunft noch weiter Energiekosten für die Stadt einsparen: »Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Rathauses ist noch in Planung. Sie soll auch eine Speichermöglichkeit haben, damit das Rathaus in einem Notfall auch weiterhin mit Strom versorgt werden kann.«

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