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Boccia-Team der Lebenshilfe nimmt an den Special Olympics in Kiel teil

Peckelsheimer hoffen auf Medaillen

Willebadessen (WB/aho). Das Boccia-Team der Peckelsheimer Wohngruppe der Lebenshilfe nimmt an den Special Olympics in Kiel teil. Obwohl sie schon seit 2015 bei diesen Wettbewerben mitmachen, gehört eine Portion Lampenfieber im Vorfeld schon dazu.

Letzte Trainingseinheiten absolvierte das Boccia-Team der Wohngruppe Peckelsheim der Lebenshilfe unmittelbar vor der Abfahrt (von links): Unified-Partner Manuela Hartinger, Dirk Scheerer, Adolf Köring, Jörg Orth, Ursula Neudeck, Silvia Schwill, Ralf Kleine und Headcoach Sieglinde Tabaka. Zum Team gehört auch noch Heike Jochheim. ­ Foto:

»Wir wollen versuchen, wieder Medaillen zu holen«, sagt Silvia Schwill, die erfolgreichste Turnierteilnehmerin der Peckelsheimer Crew. Einen besonderen Tag hatten die Boccia-Spieler vor knapp drei Wochen in Hamm erlebt. Dort wurde die Special Olympics Flamme durch die Innenstadt getragen. Hamm ist 2019 Austragungsort der Landesspiele. An 13 Fackellaufstationen in zehn Bundesländern wurde die Flamme auf den Weg nach Kiel gebracht.

4600 Athleten gehen in 19 Sportarten an den Start

In der Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein werden die »Olympischen Spiele« für Menschen mit geistiger und mehrfach Behinderung ausgetragen. 4600 Athleten gehen in 19 Sportarten an den Start. Bei diesen Nationalen Spielen können sich die Sportler für die Special Olympics World Games 2019 in Abu Dhabi qualifizieren.

Die Peckelsheimer Mannschaft reiste bereits am vergangenen Samstag in den Norden. »Wir wollen uns auch ein bisschen die Gegend ansehen«, sagte Betreuerin und Unified-Partner Manuela Hartinger. Am Montag sind die Spiele mit dem Entzündung der Olympia-Flamme eröffnet worden. Seit Dienstag laufen die Wettkämpfe – auch im Boccia.

Wie beim vielleicht bekannteren Boule wird auch beim Boccia versucht, die eigene Kugel so nah wie möglich an die kleine Zielkugel heran zu werfen. Die Boccia-Kugeln sind größer und können so besser gehandhabt werden als Boule-Kugeln Alle Akteure treten im Einzel an, dazu gibt es drei Doppelpaarungen. Die Teams in allen Sportarten werden durch Unified-Partner ergänzt, dabei handelt es sich um nicht behinderte Menschen, meistens sind dies die Betreuer.

Eine Fußballmannschaft fährt auch nach Kiel

Das Boccia-Team bilden: Silvia Schwill und Ralf Kleine (Doppel und Einzel), Adolf Köring und Jörg Orth (Doppel und Einzel), Dirk Scheerer und Manuela Hartinger (Doppel mit Unified), Ursula Neudeck, Heike Jochheim (beide Einzel), Sieglinde Tabaka (Delegationsleiterin).

Ebenfalls von der Lebenshilfe Brakel fährt eine Fußballmannschaft nach Kiel. Der Sozialpädagoge Filip Radamm trainiert mit den etwa 25 Sportlern einmal in der Woche auf dem Sportplatz in Amelunxen und im Winter in der dortigen Halle. »Jeder fühlt sich wertgeschätzt und alle haben sehr viel Spaß am Spiel«, sagte der 34-Jährige. Mit zwölf Spielern, davon drei Unified-Partnern und zehn Zuschauern reiste der Trupp nach Kiel.

Im Kader stehen : Dirk Vogler, Max Tesmann, Dominik Schröder, Hubertus Roschinsky, Christoph Böddeker, Can Diekmann, Johann Kanz, Kapitän Detlef Hagenow, Marvin Tutsch, Torhüter: Bernd Horstmann und Wolfgang Köring, Trainer Filip Radamm.

Der Abschluss der Spiele mit den Siegerehrungen findet am Freitag, 18. Mai, statt.

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