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Supermarktkette möchte sich in Willebadessen ansiedeln – Politiker wollen sich noch informieren

Rat vertagt Entscheidung zur Netto-Ansiedlung

Willebadessen (WB/dal). Der Willebadessener Stadtrat hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend keine Entscheidung zur Ansiedlung eines Netto-Marktes getroffen. Die Lokalpolitiker wollen sich zu diesem Thema erst einmal weiter informieren und beraten. In der nächsten Ratssitzung am Donnerstag, 12. Juli, soll dann erneut über die Pläne diskutiert werden.

Das Sportheim des TuS Willebadessen müsste abgerissen werden, um den Netto-Markt neu zu bauen. Das jedenfalls sehen die Pläne eines beauftragten Projektbüros vor. Foto: Astrid E. Hoffmann

Vorausgegangen war eine lebhafte Diskussion, in der sich viele Politiker skeptisch zu den Plänen der Supermarktkette geäußert hatten. Allem voran ging die Frage, ob ein Netto-Markt eine Bereicherung für die Stadt wäre – oder eben nicht. »Das ist schwer einzuschätzen«, sagte etwa Petra Engemann-Ludwig (CDU).

Wie am 18. April berichtet, würde die Firma Netto in Willebadessen an der Bahnhofstraße gerne eine Filiale bauen. Ein beauftragtes Projektbüro hatte bei der Stadtverwaltung bereits eine Anfrage gestellt. Nach diesen Plänen müsste dafür aber das Sportheim des TuS Willebadessen abgerissen werden.

Verein signalisiert Einverständnis, sofern er ein neues Sportheim bekommt

Der Verein hatte bereits sein Einverständnis signalisiert, sofern er für das Sportheim einen Ersatz bekäme. »Auch der Ortsbeirat hat sich positiv geäußert. Das Problem bleiben die Standortfrage und eine vernünftige Lösung für den Sportverein«, sagte Manfred Feierabend (SPD).

»Dass man uns so unter Druck setzt, ist unerträglich«, sagte Klaus Müller (CDU). Denn der Netto setze den Abriss voraus und biete keine Alternativen an. »Ich glaube auch, dass der Rewe-Markt unter dem Netto leiden wird. Beide bieten fast das gleiche Sortiment an«, erklärte Markus Hagemann (CDU). »Wir dürfen nicht riskieren, so einen hochwertigen Rewe-Markt zu verlieren«, ergänzte sein Parteikollege Hubert Gockeln.

Hilfe von auswärts

Um mehr Informationen und eine bessere Einschätzung zu bekommen, schlug Bürgermeister Hans Hermann Bluhm vor, Hilfe von auswärts hinzuzuziehen. »Die Firma, die unser Einzelhandelskonzept erstellt hat, ist bereit, in diesem Punkt eine Stellungnahme abzugeben«, erklärte Bluhm. In drei bis vier Wochen sei mit einer Antwort zu rechnen. »Danach sollten wir im Rat abstimmen«, sagte das Stadtoberhaupt. Die übrigen Politiker schlossen sich dem an.

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