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Schloss Schweckhausen: Schmiede und Stellmacherei bald fertig

Sanierung kostet 100.000 Euro

Willebadessen (WB). Ein Kleinod haben die Bürger aus Schweckhausen vor dem Abriss bewahrt: Gemeinsam mit Firmen aus der Region sanierten sie die Gebäude der alten Schmiede und der Stellmacherei vor dem Schloss. Spätestens bis September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Daniel Lüns

Die Bauwerke, im Hintergrund ist die Stellmacherei zu sehen, erstrahlen bereits jetzt schon in neuem Glanz. Ortsbürgermeister Heinz-Jürgen Schmitt (Bildmitte) freut sich, dass die Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen und Firmen so gut geklappt hat. Foto: Daniel Lüns

»Man hatte den Abrissantrag bereits gestellt«, erinnert sich Heinz-Jürgen Schmitt, Ortsbürgermeister von Schweckhausen, an das Jahr 2015. Die beiden historischen Bauwerke, beide 1730 errichtet, waren nur noch Ruinen.

Der neue Eigentümer des Schlosses, Stefan M. Rokoss, wollte die Pavillons jedoch wieder herrichten lassen. Auch die Dorfgemeinschaft wollte kräftig mit anpacken. So konnte der Abbruch noch verhindert werden.

Eigentümer investierte etwa 100.000 Euro

Die Arbeiten begannen vor etwa einem Jahr, am 15. Mai 2016. Seitdem hat sich viel getan. Etwa 100.000 Euro investierte der Eigentümer in Baumaterial und Firmenkosten.

Der Versuch, möglichst viel von der ursprünglichen Substanz zu erhalten, gelang aber nur bedingt. »Zum Teil konnten wir etwa die Holzträger erhalten«, sagt Schmitt. Das meiste der Bausubstanz konnte aber nicht mehr verwertet werden. Umso mehr musste mühsam ersetzt werden. Das jedoch stärkte den Zusammenhalt im Dorf.

Bürger zeigen Engagement

»Durch die Aktion ist die Dorfgemeinschaft wieder aufgeblüht. Wenn ich zum Beispiel gesagt habe, morgen machen wir was an den Häusern, dann waren zehn Leute da«, betont der Ortsbürgermeister das Engagement in Schweckhausen: »Alle waren letztlich froh, dass die Gebäude wieder saniert werden. Ich zum Beispiel bin hier groß geworden und habe noch für den Stellmacher Konrad Ernst gearbeitet. Ich musste einfach etwas für den Erhalt der Gebäude tun«, so Schmitt.

Zurzeit kümmern sich die beauftragten Firmen Siebert, Welling und Marx um die letzten Arbeiten. In den Gebäuden wird gerade ein Lehmboden hergerichtet. »Das dauert allein schon sechs Wochen, bis der komplett trocken ist«, erklärt Heinz-Jürgen Schmitt.

Spätestens bis zum 10. September wollen die Aktiven fertig sein. »Dann ist nämlich Tag des offenen Denkmals. Dabei machen wir mit.«

Dorfmuseum in der Stellmacherei geplant

Geplant ist, dass in der Stellmacherei ein Dorfmuseum eröffnet wird. In der Schmiede wiederum soll auch aktiv gearbeitet werden können. Im Gespräch ist auch, Schmiedekurse anzubieten. Viele alte Maschinen sind sogar noch vorhanden, erklärt Schmitt. Sie sollen wieder in den Häusern aufgestellt werden.

Im Schloss Schweckhausen selbst soll es eine Ausstellung geben. Auch sind verschiedene Aktivitäten wie Kutschfahrten geplant.

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