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Kryosauna öffnet in Warburg: Ganzkörperanwendung bei minus 160 Grad für Gesundheit, Fitness und Schönheit

Zur Behandlung in die Kältekammer

Warburg

Ab in die Kältekammer: Im Gewerbegebiet Oberer Hilgenstock eröffnet Sebastian Umbach am Samstag, 4. Dezember, zwischen 10 und 14 Uhr die erste Kryosauna in Warburg.

Von Ralf Benner

In Warburg eröffnet am kommenden Samstag die erste Kryosauna im Industriegebiet Oberer Hilgenstock. Betreiber Sebastian Umbach führt sie hier im Selbstversuch vor, Dorthe Deppe bedient die Anlage. Foto: Ralf Benner

Als Kryotherapie (abgeleitet vom altgriechischen Wort Kryos, deutsch „Frost“) wird der gezielte Einsatz von Kälte bezeichnet, um einen therapeutischen Effekt zu bewirken. „Sie gilt als moderne Ganzkörperkälteanwendung für Gesundheit, Fitness, Leistungsfähigkeit und Schönheit“, erläutert Sebastian Umbach. In Kassel und Baunatal gibt es bereits zwei solcher Healform-Cryocenter. In Warburg (Oberer Hilgenstock 17) bringt Umbach nun die dritte Kryosauna an den Start.

Die Ganzkörper-Kryotherapie ist der neueste Trend im Medizinbereich, bei Leistungssportlern und Prominenten. Bei der Anwendung der Kälte in einer Kältekammer wird der Körper unterhalb der Schulter für wenige Minuten einer Temperatur von etwa minus 130 bis minus 160 Grad Celsius ausgesetzt. Die trockene Kälte durch Stickstoff sei vergleichbar mit gefühlten minus 10 bis minus 15 Grad Celsius im Winter und könne sogar als sehr angenehm empfunden werden, erläutert Sebastian Umbach: „Die eigentliche Anwendung dauert nur drei Minuten, der Kopf schaut dabei aus der Kältekammer heraus.“

Lea Ewen zeigt, wie eine Kältekammer von innen aussieht Foto: Ralf Benner

Die Patienten müssten sich zuvor in einer Umkleide ausziehen – in der Regel bis auf die Unterwäsche. In ein Handtuch gewickelt, geht es dann in die zylinderförmige Kältekammer. Die Türen schließen sich und der Patient wird soweit in die Höhe gefahren, bis sein Kopf aus der Kammer herausschaut. Das Handtuch legt er ab und reicht es dem Praxispersonal, bevor die Anwendung beginnt.

Die kurzzeitig niedrigen Temperaturen setzten verschiedene Prozesse und Reaktionen in Gang und könnten bei wiederholter Anwendung anhaltende Wirkung zeigen, Wohlbefinden und Lebensqualität beeinflussen, erklärt Umbach. Eine Linderung oder Verbesserung von Beschwerden könne er im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) aber nicht garantieren oder versprechen. Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft sei eine Wirksamkeit bisher nicht nachgewiesen, obwohl es schon viele Studien gäbe.

Ursprünglich stammt die Kryoanwendung aus Japan. In Deutschland wird sie seit den 1980er-Jahren bei diversen Beschwerdebildern angewendet. Behandlungstermine für den Eröffnungstag können Interessierte bereits buchen (E-Mail info@healform.de, Telefon 05641/7476570). Weitere Infos unter www.healform.de.

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