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22-jähriger aus dem Kreis Paderborn war in Augustdorf stationiert

Soldat stirbt bei Schießübung mit Panzerfaust

Berlin/Paderborn/Augustdorf (dpa). Bei einer Schießübung auf dem Truppenübungsplatz im bayerischen Wildflecken ist ein Soldat ums Leben gekommen. Das teilte  Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Dienstag bei einer Veranstaltung des Reservistenverbands in Berlin mit. Der Soldat stammte aus dem Kreis Paderborn und war in Augustdorf stationiert

Die Kaserne in Augustdorf. Foto: Oliver Schabe

»Der Unfall ereignete sich bei einem Gefechtsschießen. Die Soldaten üben dabei mit scharfer Munition«, sagte ein Sprecher des Heeres am Mittwoch. Bei dem Toten handelt es sich den Angaben zufolge um einen 22 Jahre alten Mann. Er gehörte der Panzerbrigade in Augustdorf (Kreis Lippe) an.

Der Polizei Unterfranken zufolge stand der 22-Jährige bei der Abgabe des Schusses am Dienstagnachmittag genau hinter der Panzerfaust und wurde deshalb vom Rückstrahl der Waffe erfasst.

Durch die Wucht dieses Rückstrahls wurde der Hauptgefreite durch die Luft geschleudert und so schwer verletzt, dass er noch auf dem Truppenübungsplatz (Landkreis Bad Kissingen) starb. Ein sofort hinzugerufener Arzt der Bundeswehr konnte nach Angaben der Polizei nur noch den Tod des Soldaten feststellen.

Schütze muss üblicherweise warnen

Bei der Waffe handelt es sich um eine Panzerfaust 3. Sie ist im schussbereiten Zustand rund 13 Kilogramm schwer. Zudem hat sie eine Reichweite von 300 bis 400 Metern. Die Geschosse werden mit Pulvergasen auf eine Geschwindigkeit von mehr als 220 Metern pro Sekunde beschleunigt. Hersteller ist die Firma Dynamit Nobel Defence mit Sitz in Burbach im Siegerland.

Üblicherweise muss der Schütze stets vorwarnen, bevor er schießt. »Das kann ein ›Achtung, ich schieße!‹ oder ein anderes vereinbartes, klares verbales Signal sein. Das ist so vorgesehen«, sagte ein Brigadesprecher dazu.

Ob der Schütze, ein ebenfalls 22 Jahre alter Soldat, dieses Signal vor dem Abfeuern der Waffe gegeben hat, ist noch unklar. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Schweinfurt ermitteln deshalb die Situation und die zeitlichen Abläufe am Schießstand. Der Polizei zufolge gibt es keine Hinweis, die auf eine vorsätzliche Straftat hindeuten.

Die Angehörigen sowie die Soldaten der dritten Kompanie des Panzergrenadierbataillons, die in Wildflecken geübt hatten, seien in seelsorgerischer und psychologischer Betreuung, sagte Brigadegeneral Heico Hübner. Die Soldaten werden am Donnerstag wieder zurück in Augustdorf erwartet.

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