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Welche Weihnachtsmärkte in Ostwestfalen-Lippe finden statt? - immer mehr Absagen

Bratwurst, Glühwein und 2G

Bielefeld/Paderborn

Im vergangenen Winter mussten viele Weihnachtsmärkte abgesagt werden. Doch auch wenn es bislang kein Verbot für Kirmes- und Marktveranstaltungen gibt, sind viele Initiatoren in der Region aufgrund der rasant steigenden Infektionszahlen verunsichert. Eine Übersicht, welche Veranstaltungen wie geplant stattfinden sollen und wo es bereits Absagen gab. 

Von Melanie Adelt und unseren Lokalredaktionen

Zwei Besucherinnen eines Weihnachtsmarktes stoßen mit Glühwein an. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Symbolbild

Manche verstärken noch einmal ihr Hygienekonzept, andere tragen sich mit dem Gedanken, erneut abzusagen.

Corona-Regeln:

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat am Dienstag weitere Einschränkungen vor allem für Ungeimpfte angekündigt. Im Freizeitbereich sollen ab der kommenden Woche demnach flächendeckend Zugangsbeschränkungen für Erwachsene eingeführt werden, die nicht gegen das Coronavirus geimpft oder davon genesen sind. Die 2G-Regel soll unter anderem für die Gastronomie, Weihnachtsmärkte sowie Fußball- und andere Sportgroßveranstaltungen gelten.

Die Vorbereitungen für die Weihnachtsmärkte in Oswestfalen-Lippe sind unterdessen in vollem Gange, in den meisten Städten stehen bereits die Buden und die Weihnachtsbeleuchtung wird angebracht. Kann nun doch noch in letzter Minute alles kippen?  

Der aktuelle Stand in Bielefeld:

Bielefeld: Der Weihnachtsmarkt soll an diesem Donnerstag, 18. November, eröffnet werden. Die weiter steigenden Inzidenzzahlen gaben dennoch Anlass, noch einmal darüber nachzudenken, die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen für Besucher des Budenzaubers zu erhöhen. Jüngst haben sich der Krisenstab der Stadt und Bielefeld Marketing als Veranstalter verständigt: Wer den Bielefelder Weihnachtsmarkt besuchen möchte, muss geimpft oder genesen sein.  Ein Sicherheitsdienst wird die Regelung kontrollieren; auch das Ordnungsamt wird die 2G-Regel verstärkt überprüfen. Voraussichtlich ab Montag, 22. November, sollen dafür farbige Bändchen angeboten werden. Diese sollen bei den Kontrollen vorgezeigt werden.

Die Bielefelder lieben ihre Stadt, insbesondere den Alten Markt, vor allem beim Weihnachtsmarkt. Foto: Thomas F. Starke

Der aktuelle Stand im Kreis Paderborn:

Paderborn: Am Dienstagvormittag teilte Bürgermeister Michael Dreier mit, dass auf die traditionelle offizielle Eröffnung des Weihnachtsmarktes an diesem Freitag, 19. November, um 17 Uhr verzichtet werden soll. Man wolle Menschenansammlungen vermeiden. Kurz zuvor hatte der Verwaltungsvorstand getagt und das Hygienekonzept für den Paderborner Weihnachtsmarkt diskutiert. Nach Angaben von Udo Olschewski, Leiter des Ordnungsamtes, wird die Kontrolle der 2G-Regelung (Vorlage durch Impfzertifikat und Personalausweis) auf dem Weihnachtsmarkt eine große Herausforderung werden – auch personell.

Die vorweihnachtlich beleuchtete Burgruine. Foto: Jörn Hannemann/Archiv

Bad Lippspringe: Der Weihnachtliche Zauber an der Burg in Bad Lippspringe, die Adventskonzerte auf dem Marktplatz und das Weihnachtssingen mit Uli Schneider fallen aus. Das hat die Corona-Konferenz der Stadt am Mittwochnachmittag einstimmig beschlossen. Die Verantwortlichen wollen alles daran setzen, „trotz Pandemie für weihnachtliche Stimmung in der Stadt zu sorgen“, heißt es in einer Mitteilung.

Aufbau des Paderborner Weihnachtsmarktes.  Foto: Jörn Hannemann

Der aktuelle Stand im Kreis Herford:

Die Stadt Herford hält am Weihnachtslicht fest. Am nächsten Montag, 22. November, sollen die Buden auf den Plätzen in der Innenstadt öffnen. „Die Stadt Herford wird alles in ihrer Macht stehende tun, um einen Lockdown zu vermeiden. Der Weihnachtsmarkt soll stattfinden, der Einzelhandel und die Gastronomie sollen nicht auf den wichtigen Weihnachtsumsatz verzichten müssen“, heißt es in einer Mitteilung.

Während das Herforder Weihnachtslicht im vergangenen Jahr aufgrund der Pandemielage abgesagt werden musste, soll am 22. November der Weihnachtsmarkt eröffnet werden. Der Weihnachtsbaum und die Buden (hier eine Aufnahme von 2019) stehen bereits auf dem Alten Markt. Foto: Moritz Winde

Peer Sonntag vom Vlotho-Marketing, verweist auf die noch laufenden Beratungen zum Vlothoer Adventsplätzchen (3. bis 5. Dezember): „Wir prüfen das derzeit mit allen Beteiligten.“ Genaueres stehe erst am Montag fest. Das Late-Night-Shopping an diesem Freitag werde wie geplant stattfinden.

Auch bezüglich des Adventszaubers am 28. November in Uffeln ist noch nichts entschieden. „Wir überlegen noch, ob und wie wir das schaffen können.“, sagt Birgit Wilkening vom Orga-Team. Ein  Problem: Der Bereich könne nicht abgesperrt werden. Die endgültige Entscheidung werde wohl kurzfristig in enger Kooperation mit dem Ordnungsamt erfolgen.

Am  12. Dezember  soll der  Weihnachtsmarkt Exter an der Grundschule stattfinden. Die sonst üblichen Indoor-Aktionen in der Schule waren für dieses Jahr ohnehin nicht geplant. „Angesichts der aktuellen Inzidenzzahlen werden wir am Donnerstagabend in einer Sitzung  über das weitere Vorgehen beraten. Noch ist nichts entschieden“, sagte Rainer Kachel vom Arbeitskreis Weihnachtsmarkt Exter am Mittwochnachmittag auf Anfrage. Persönlich machten ihm die aktuellen Zahlen schon Sorge. Auf jeden Fall sei, falls notwendig,   für Anfang Dezember eine weitere Beratung geplant, sagte er.

Anders in Hiddenhausen: Dort ist die für den 20. November geplante Veranstaltung "Weihnachten auf dem Buchenhof" abgesagt worden, zu der die Evangelische Jugendhilfe Schweicheln eingeladen hatte. Absagen gibt es auch für den Spenger Weihnachtsmarkt und den Engeraner Adventsbummel.

Der Weihnachtsmarkt in Bünde findet statt. Das hat die Stadtverwaltung am Donnerstag mitgeteilt. Die 2G-Regel lasse sich mit Blick auf das Konzept des Weihnachtsmarktes umsetzen, heißt es aus dem Bünder Rathaus. Es werde stichprobenartige Kontrollen geben. Zum Auftakt am Donnerstag, 25. November, sind alle Kinder der Elsestadt mit ihren Eltern, Verwandten, Freunden und ihren selbst gebastelten Laternen, bunten Lampions oder fantasievollen Leuchten zum traditionellen Laternenumzug der Bünder Einzelhändler eingeladen. Los geht es um 17 Uhr am Tönnies-Wellensiek-Platz. Zum Abschluss am ersten Adventssonntag, 28. November, wird  der Weihnachtsmann im Zentrum vorbeischauen.

Der aktuelle Stand im Kreis Höxter:

Der Höxteraner Weihnachtsmarkt ist der einzige Weihnachtsmarkt mit vier Wochen Dauer im gesamten Kreis Höxter. Er findet vom 25. November an auf dem Marktplatz und in einem Teil der Marktstraße statt. In diesem Bereich sollen insgesamt 15 bis 18 Kreativ- und Versorgungsstände sowie ein Karussell aufgebaut werden, kündigt die Werbegemeinschaft an. In Planung ist auch ein verkaufsoffener Sonntag am zweiten Adventswochenende.

Der aktuelle Stand im Kreis Minden-Lübbecke:

Die Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt (26. bis 28. November) auf dem Vorplatz der St.-Johannis Kirche in Rahden laufen. Die Organisatoren nennen die Veranstaltung „Dezemberträumchen“.  Die Weihnachtsmarkt AG wagt trotz hoher Corona-Zahlen die Veranstaltung eines kleinen Weihnachtsmarktes.

Im Schatten der Rahdener Kirche (wie schon in der Vergangenheit) soll das „Dezemberträumchen“ veranstaltet werden. Foto:

„Wenn es irgendwie möglich ist, wird es den Lübbecker Weihnachtsmarkt geben“, sagt Peter Schmüser, Geschäftsführer von Lübbecke Marketing, dem Veranstalter. „Wir wollen auch zeigen, dass es für die Menschen wieder möglich ist, etwas zu unternehmen, wenn sie geimpft sind.“ Die 25 Standbetreiber und Schausteller stünden für die Zeit vom 1. bis 5. Dezember bereit, und auch ein musikalisches Rahmenprogramm sei vorbereitet, wenn auch pandemiebedingt auf den Nikolaus und die Lesungen auf dem Wappenplatz verzichtet würde. Aber bevor es am Mittwoch, 1. Dezember, losgehe, müsse nun abgewartet werden, ob die Lösungen, die sich das Vorbereitungsteam für die 2-G-Regelung überlegt habe, auch zulässig seien. „Das hängt davon ab, wie die konkrete Schutzverordnung aussehen wird, die nach der Ministerpräsidentenkonferenz ausgearbeitet wird."

In Espelkamp soll sich ebenfalls am Donnerstag entscheiden, ob das "Weihnachtliche Hofvergnügen" in Frotheim am 27. November stattfindet.

In Bad Oeynhausen prüft man derzeit, wie 2G auf dem großen Areal in der Innenstadt, das auch den festlich beleuchteten Kurpark mit einschließt, umgesetzt werden kann. Laut der veranstaltenden Staatsbad Bad Oeynhausen GmbH stellt dies eine große Herausforderung dar. Der Weihnachtsmarkt soll jedoch am Montag, 22. November, eröffnet werden.

Der aktuelle Stand im Kreis Gütersloh:

Gütersloh-Marketing, Veranstalter des dortigen Weihnachtsmarktes, informiert: "Aufgrund der dynamischen Entwicklung der Pandemie ist es möglich, dass der Gütersloher Weihnachtsmarkt 2021 kurzfristig abgesagt oder verkürzt werden muss sowie weiteren Be- und Einschränkungen unterliegen kann." Sollte man sich doch dafür entscheiden, wird der Aufbau des Weihnachtsmarktes in jedem Fall weitläufiger sein. Es werden weniger Hütten aufgestellt, sodass mehr Platz für die Besucher entsteht.

Im Gütersloher Stadtteil Spexard hält der Jugend-Förderverein als Veranstalter am Weihnachtsmarkt fest. Die 20. Auflage vopm 3. bis 5. Dezember findet mit einer 2G-Zusatzkontrolle statt, heißt es auf der Homepage. Neben diversen Aufführungen von Schulen und Kindertagesstätten sowie einem Besuch des Nikolaus (Sonntag 17.30 Uhr) ist am Samstag, 4. Dezember, auch ein Auftritt der Jazzband "The Sazerac Swingers" geplant. 

Der Nikolausmarkt in Halle, der sonst immer am ersten Adventswochenende stattfindet, wurde für dieses Jahr abgesagt. Ebenso der Christkindlmarkt in Werther, welcher traditionell für das dritte Adventswochenende angesetzt war. 

Die Adventszeit im Altkreis Halle wird im zweiten Corona-Winter ohne einige der beliebten Weihnachtsmärkte auskommen müssen. Nach der Absage von Borgholzhausen vergangene Woche ist auch das Aus für den Nikolausmarkt in Halle (1. Advent), den Christkindlmarkt in Werther (3. Advent) und den Weihnachtsmarkt in Steinhagen verkündet worden. Als Begründung werden unter anderem Probleme bei der Umsetzung der neuen 2G-Regel im Land angeführt. Die Weihnachtsmärkte in Versmold (3. Advent), aber auch im nahen Melle (26. November bis 12. Dezember) sollen hingegen weiter stattfinden.

Weihnachtsmarkt in Gütersloh mit Zuckerhäubchen. Foto: Wolfgang Wotke

Der aktuelle Stand im Kreis Lippe:

Der Bad Salzufler Weihnachtstraum wird in diesem Jahr stattfinden.  Am 24. November soll der bekannteste Weihnachtsmarkt in Lippe starten. Die Werbegemeinschaft Bad Salzuflen plant  Kontrollen,  um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten.

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