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Eigentümerfamilien von Phoenix Compact wollen Hotel nach Sanierung fortführen

Burg Blomberg erhält neue Eigentümer

Blomberg

Die Familien von Klaus und Christine Eisert, Eigentümer des weltweit agierenden und sehr erfolgreichen Elektronikunternehmens Phoenix Contact, haben sich entschieden, die Burg Blomberg zu erwerben, zu sanieren und als Hotel fortzuführen.

Innenhof der Burg im Stadtkern von Blomberg. Foto: Landesverband Lippe

Das Gebäude ist historisch, touristisch und für die Identität der Lipperinnen und Lipper von besonderem Wert. Die beiden Blomberger Familien sehen in ihrem Engagement ein Bekenntnis zur Region und zur Stadt Blomberg. Wirtschaftliche Überlegungen seien bei ihrer Entscheidung, sich für den Erhalt der Burg Blomberg einzusetzen, nachrangig gewesen.

„Bei mehreren Besichtigungen haben wir uns ein umfassendes Bild von der Burg Blomberg gemacht und sehen Potenziale für einen erfolgreichen Betrieb in der Zukunft", erklärte Klaus Eisert als Vertreter der Familien. Zuvor müsse aber eine Generalsanierung erfolgen, um das Hotel auf dem bisherigen und künftig angestrebten Niveau halten zu können. Die Familien Eisert hätten ein Angebot vorgelegt, das der Landesverband Lippe gerne angenommen habe.

Freuen sich über die neue Zukunft des Burghotels Blomberg: Klaus und Christine Eisert (Mitte) sowie Verbandsvorsteher Jörg Düning-Gast (rechts) und Blombergs Bürgermeister Christoph Dolle. Foto: Landesverband Lippe

Verbandsvorsteher Jörg Düning-Gast ist optimistisch: „Ich freue mich außerordentlich über das Angebot der Familien Eisert! Sie machen sich seit Jahrzehnten für unsere Region stark und repräsentieren weltweit die Attraktivität und Wirtschaftsstärke von Lippe. Die Burg Blomberg kommt in ausgesprochen gute Hände“, heißt es in der Pressemitteilung.

Aus Sicht der Stadt sei das ein „Glücksfall, bleibe damit doch auch künftig das einzigartige Burghotel erhalten. „Davon profitiert unsere gesamte Innenstadt und auch für den Tourismus entwickelt sich wieder ein starker Motor,“ freut sich Bürgermeister Christoph Dolle.

Der Bau der Burg begann vermutlich im 13. Jahrhundert. Ab 1449 erhielt das Haus Lippe sie als Lehen. Die Burg war danach zeitweise Residenz der Edelherren und ab 1528 der Grafen zur Lippe. 1560 startete der Umbau der festungsartigen Burg zu einem Schloss im Stil der Weserrenaissance. 1962 wurde dieses an die Stadt Blomberg verkauft.

Vor 50 Jahren ging es von dort in den Besitz des Landesverbandes Lippe über. Hotel und Restaurant waren weithin bekannt und auch bei prominenten Gästen beliebt, bis die Hotelgruppe RIMC den Pachtvertrag zum 31. Dezember 2019 gekündigt hat. Wenige Monate später platzte die Corona-Pandemie in die Suche nach einem neuen Pächter.

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