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Detmolder Zahnarzt muss zahlen

2000 Euro Schmerzensgeld für falsches Abschleifen der Zähne

Detmold/Hamm (epd). Das Oberlandesgericht Hamm hat einer Patientin 2000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen, die durch eine falsche Zahnbehandlung gesundheitliche Schäden erlitten hat.

Symbolbild. Foto: dpa

Der beklagten Zahnärztin sei in dem Fall ein grober Behandlungsfehler unterlaufen, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten rechtskräftigen Urteil (AZ: 26 U 3/17 OLG Hamm). Laut einem hinzugezogenen zahnmedizinischen Sachverständigen habe sie beim Abschleifen von drei Milchzähnen zu viel Zahnschmelz abgetragen. Zwei Zähne seien so geschädigt worden, dass Dentinwunden entstanden.

Die Klägerin hatte sich 2013 in der Detmolder Zahnarztpraxis kieferorthopädisch behandeln lassen. Da bei der damals 18-Jährigen mehrere bleibende Zähne nicht angelegt waren, sollten ihre noch vorhandenen Milchzähne solange wie möglich erhalten bleiben und später durch Implantate ersetzt werden. Die behandelnde Ärztin schliff dazu drei Zähne ab.

Nach dem sogenannte Sliden klagte die Patientin darüber, dass die Zähne sehr temperaturanfällig geworden seien und sich in kurzer Zeit Karies gebildet hatte. Sie verlangte Schmerzensgeld und die Feststellung der Ersatzpflicht der Beklagten für künftige materielle und immaterielle Schäden.

Mehr lesen Sie am Mittwoch, 20. September, im WESTFALEN-BLATT.

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