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Bund fördert Vorhaben am Denkmal in Detmold

3,3 Millionen fürs Hermannsdenkmal

Detmold (WB)

Das Hermannsdenkmal in Detmold ist jetzt ein „Nationales Projekt des Städtebaus“ – und erhält eine Förderung von 3,3 Millionen Euro vom Bund, wie der Höxteraner Abgeordnete Christian Haase (CDU) mitteilte.

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Das Hermannsdenkmal. Foto: nn

Damit ist der Großteil eines mit fünf Millionen Euro veranschlagten Projekts finanziert, mit dem das Wegenetz rund um das Denkmal mit einem Leitsystem versehen und weitgehend barrierefrei gestaltet werden soll. Die Wege sind Teil eine Großvorhabens zur Aufwertung des Denkmals. Ende 2022 soll in einem Neubau eine multimediales Besucherzentrum eröffnet werden.

„Wir freuen uns riesig“, sagte Jörg Düning-Gast, der Verbandsvorsteher des Landesverbands Lippe, dem das Denkmal gehört. Den Förderantrage hatte die Stadt Detmold gestellt. Das neue Wegnetz soll nicht nur Besuchern mit Kinderwagen, Rollatoren oder Rollstühlen den Zugang zum Denkmal und seiner Umgebung erleichtern, sondern auch die altertümliche Wallanlage unterhalb des Denkmals besser anbinden, Zudem sei ein System von verschieden langen Rundwanderwegen geplant.

Die Wege sind Teil eines sogenannten Masterplans zur Aufwertung des Denkmals und seiner Umgebung. So werde demnächst mit dem Bau des sogenannten Erlebniszentrums begonnen, das Besuchern die Geschichte des Denkmals näherbringen soll. Geplant ist zudem ein Erlebnispark zwischen dem heutigen Parkplatzgelände und dem Aufstieg zum Denkmal. Der dortige Spielplan soll Düning-Gast zufolge erneuert und vergrößert werden.

Christian Haase, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Höxter und Mitglied der Auswahljury

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Haase war Mitglied der Auswahljury, die neben Abgeordneten des Deutschen Bundestages aus Experten verschiedener Fachdisziplinen bestand, und freut sich ebenfalls über den Zuschlag in Höhe von 3,28 Millionen. Euro für den Antrag aus Detmold, „Das Hermannsdenkmal ist ohne Zweifel eines der bekanntesten Denkmäler Deutschlands und passt damit perfekt in dieses Förderprogramm, das Projekte von nationaler Bedeutung fördert. Die nun ermöglichten Baumaßnahmen werden die Attraktivität des Umfelds rund um das Hermannsdenkmal deutlich steigern und damit den Tourismus in der Region fördern. Gleichzeitig werden die Identität des Hermannsdenkmals und seine Verbindung mit der Stadt Detmold gestärkt. Ich freue mich sehr, dass nun zum zweiten Mal nach Corvey 2014 Fördermittel aus diesem Programm in den Wahlkreis Höxter-Lippe II fließen“, heißt es in einer Mitteilung des Abgeordneten.

Über das Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus fördere der Bund seit 2014 jährlich investive und konzeptionelle Vorhaben mit besonderer nationaler bzw. internationaler Wahrnehmbarkeit, mit hoher baukultureller Qualität, überdurchschnittlichem Investitionsvolumen sowie Projekte mit hohem Innovationspotenzial. In diesem Jahr würden 24 Projekte für zukunftsweisende Stadtentwicklung mit insgesamt rund 75 Millionen Euro vom Bund gefördert. Auf die Förderung hatten sich Haase zufolge 98 Städte und Gemeinden aus ganz Deutschland beworben. Bisher sind seit 2014 insgesamt 193 Projekte des Städtebaus mit Bundesmitteln in Höhe von 596 Mio. Euro in das Programm aufgenommen worden.

Das Hermannsdenkmal

Zur Geschichte des Hermannsdenkmals heißt es auf der Internetseite des Naturpark Teuroburger Wald: „Der Bildhauer Ernst von Bandel hat das Denkmal auch vor dem Hintergrund des nationalstaatlichen Einheitsstrebens in Deutschland entworfen und aus Spenden finanziert. Nach insgesamt 37 jähriger Bauzeit – aus finanziellen Gründen gab es immer wieder Unterbrechungen – weihte Kaiser Wilhelm I. das Hermannsdenkmal 1875 ein. Der Sandstein für den 30 m hohen Unterbau des Denkmals stammt aus einem nahe gelegenen Steinbruch. Das fast 27 m hohe Standbild besteht aus genieteten Kupferplatten, die durch ein Eisengerüst im Inneren der Figur getragen werden.“

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