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Termin am 2. Juli in der Versöhnungskirche

Mahnwache gegen Afghanistan-Abschiebungen

Detmold (WB). Kirchen und Flüchtlingsorganisationen rufen angesichts weiterer geplanter Abschiebungen nach Afghanistan am 2. Juli zu einer Mahnwache in Detmold auf. Nach Informationen des Bayrischen Flüchtlingsrates sei eine neue Sammelabschiebung aus Deutschland nach Afghanistan für den 3. Juli geplant.

Symbolbild. Foto: dpa

Das erklärte der Landespfarrer der Lippischen Landeskirche für Flucht und Migration, Dieter Bökemeier, am Montag in Detmold. Aus diesem Anlass finde eine Mahnwache unter dem Motto »wachbleiben« in der Versöhnungskirche in Detmold-West statt, um auf die nach wie vor instabile und unsichere Lage in dem Bürgerkriegsland aufmerksam zu machen.

Das Bundesland Bayern hat laut Pfarrer Bökemeier die höchsten Abschiebezahlen nach Afghanistan. »Nordrhein-Westfalen hielt sich zuletzt zurück«, sagte er. Doch ein erwarteter neuer interner Bericht des Auswärtigen Amtes über die Lage in Afghanistan bereitet den Flüchtlingsinitiativen Sorgen: »Wir befürchten, dass nun auch in unserem Bundesland vermehrt abgelehnte Asylbewerber nach Afghanistan abgeschoben werden könnten«, erklärte Bökemeier. Umso wichtiger sei es, weiter gegen eine restriktive Asylpolitik zu protestieren.

Die erste Detmolder Mahnwache gegen Abschiebungen nach Afghanistan fand im Mai 2017 statt, weitere Protestaktionen sind jeweils am Abend vor einer neuen Sammelabschiebung aus Deutschland geplant. Zum Bündnis »wachbleiben« gehören neben der Landeskirche die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Detmold-West, das Ökumenische Forum Flüchtlinge in Lippe, die Flüchtlingshilfe Lippe sowie weitere Flüchtlingsinitiativen der Region.

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