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77-Jährige erliegt in Spezialklinik ihren Verletzungen - War es Brandstiftung?

Seniorin stirbt nach Brand in Detmold: Ermittlungen gegen Sohn

Detmold

Nach einem Brand in einem Wohnhaus in Detmold ist eine 77 Jahre alte Bewohnerin gestorben. Der Sohn der Frau sei wegen des Verdachts der Brandstiftung festgenommen worden. Das teilt die Polizei am Sonntag mit.

Bei einem Zimmerbrand in Detmold kam eine 77-jährige Frau ums Leben. Foto: Oliver Böttcher - Feuerwehr Detmold

Die Feuerwehr Detmold war am Freitagabend gegen 18.25 Uhr zu einem Zimmerbrand ausgerückt. Da sich eine Person an einem Fenster im ersten Obergeschoss bemerkbar machte, wurde zunächst die Menschenrettung über tragbare Leiter und Drehleiter eingeleitet. Ein Trupp unter Atemschutz versuchte, die Frau von innen zu erreichen, was aber wegen der starken Ausbreitung des Feuers im Obergeschoss nicht gelang.

Die 77-jährige Frau konnte schließlich schwer verletzt aus dem brennenden Zimmer gerettet werden. Eine weitere verletzte Person, der 55-jährige Sohn der Frau, wurde vor dem Gebäude angetroffen. 

Die Frau erlitt schwerste Brandverletzungen und wurde, nach notärztlicher Behandlung vor Ort, ins Klinikum Detmold eingeliefert. Noch in den Abendstunden erfolgte eine Verlegung mittels Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik für Brandverletzungen nach Dortmund. Dort erlag die Frau am Samstag ihren Verletzungen.

Sohn in Untersuchungshaft

Die Polizei ermittelt unterdessen gegen den 55-jährigen Sohn. Im Laufe der ersten polizeilichen Ermittlungen vor Ort ergaben sich bereits erste Verdachtsmomente, die auf eine vorsätzliche Brandlegung schließen ließen. Weitere Ermittlungen erhärteten diesen Verdacht, sodass der 55-Jährige vorläufig festgenommen wurde. Details zu den Hintergründen waren zunächst unklar.

Am Samstag erfolgte die Vorführung vor einen Haftrichter, der die Untersuchungshaft gegen den Mann anordnete. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

Haus nach Feuer unbewohnbar

Während der Rettungsmaßnahmen erfasste der Brand nach Angaben der Feuerwehr den gesamten Dachstuhl. Die Bekämpfung der Flammen war nur noch von außen möglich. Nach rund vier Stunden war das Feuer gelöscht, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte. Das Haus sei nun unbewohnbar.

Das Wohnhaus ist nach dem Brand unbewohnbar. Foto: Oliver Böttcher - Feuerwehr Detmold

Wegen der starken Rauchentwicklung im Umfeld wurde die Bevölkerung über die Warn-Apps Nina und Katwarn gewarnt. Ein Fußballspiel auf dem Sportplatz in Jerxen-Orbke wurde in Absprache mit der Polizei vorsichtshalber abgebrochen.

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