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Im September sollen Ergebnisse einer Metallanalyse der Fundstücke in Kalkriese veröffentlicht werden

Ist bald klar, wo die Varusschlacht war?

Kalkriese/Oerlinghausen

Fand die Varusschlacht zwischen Germanen und Römern im Jahr 9 nach Christus in Kalkriese statt? Oder belegen die vielen Funde auf dem Gelände in Bramsche (Landkreis Osnabrück) die Schlacht an den langen Brücken aus dem Jahr 15, als der römische Feldherr Germanicus mit seinen Truppen die Niederlage des Varus rächen wollte? Oder trugen sich sogar beide Schlachten in Kalkriese zu?

Von Andreas Schnadwinkel

Varusschlacht, Hermannsschlacht, Schlacht im Teutoburger Wald: Für die Niederlage der Römer gegen germanische Stämme im Jahr 9 nach Christus gibt es diese drei Bezeichnungen. Das 60 Quadratmeter große Wandgemälde „Der zurückweichende Varus“ (1870-1873) von Peter Janssen ist im Krefelder Rathaus zu sehen. Foto: Kunstmuseen Krefeld

Antworten auf diese Fragen, die auch von den Varusschlacht-Forschern in Ostwestfalen-Lippe mit Spannung erwartet werden, soll Annika Diekmann geben. In den Laboren des Deutschen Bergbau-Museums in Bochum hat die Chemikerin mehr als 500 metallische Bruchstücke der Ausrüstungen aus Kalkriese untersucht und mit Gegenständen aus Haltern, Xanten und Neuss verglichen, wo ebenfalls Legionen stationiert waren.

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