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Vereinsgemeinschaft will das Tempelhaus in Kalletal-Talle umgestalten

Begegnungen in der Dorfmitte

Kalletal (WB). Der Vorstand der Dorfgemeinschaft Talle hatte zu einem Informationsabend über den Stand der Leader-Maßmaßnahmen in Talle eingeladen. Dabei ging es hauptsächlich um das Tempelhaus, das die Dorfgemeinschaft umgestalten möchte. Wesentlich weniger Menschen als erwartet folgten der Einladung.

Reiner Toppmöller

Das im Jahr 1838 Tempelhaus in Talle. Foto: Reiner Toppmöller

Die, die gekommen waren, stritten, teilweise sehr engagiert um den richtigen Weg. Um eine Förderung in Höhe von 65 Prozent durch das Leader-Projekt zu erhalten, fehlt nämlich noch ein Eigenanteil von 27.000 Euro.

Überarbeitete Planung

Rainer Dubbert und Dieter Hartwig stellten in der Versammlung den überarbeiteten Plan für das historische Haus in der Dorfmitte vor. Danach soll dort nach dem Erwerb des Gebäudes durch die Vereinsgemeinschaft eine ehren­amtliche »Börse« beziehungsweise ein »Dorfbüro« für Nachbarschaftshilfe und bürgerschaftliches Engagement entstehen. Rainer Dubbert: »Die Volkshochschule könnte Talle wieder als Veran­staltungsort mit aufnehmen. Kulturelle Veranstal­tungen wie Lesungen und Konzerte leben auch vom Ambi­ente. Dies ist in dem alten Fachwerkhaus zweifellos vorhanden.« Die Gemeinde plane darüber hinaus, ein- bis zwei­mal im Monat für jeweils zwei Stunden am Nachmittag in einem Raum eine Außenstelle der Verwaltung einzurichten.

Dubbert und Hartwig machten deutlich, dass man nur an diesem Ort und mit den vorgesehenen Fördermitteln einen neuen Dorfmittelpunkt schaffen könne. Sie reagierten damit auf Einwände und Forderungen aus dem Kreis der Zuhörer, das Geld doch lieber in das bestehende Dorfgemeinschaftshaus zu investieren. »Das sind zwei verschieden Dinge. Das Dorfgemeinschaftshaus ist Gemeindeeigentum, für Renovierungsmaßnahmen gibt es hier keine Zuschüsse«, sagte Dieter Hartwig.

Eigenanteil 27.000 Euro

Am 17. Juli entscheide die NRW-Stiftung über eine Förderung des Vorhabens mit rund 49.000 Euro, am 20. Juli entscheide die Bezirksregierung über die Leader-Förderung in Höhe von 175.000 Euro. Bis dahin müsse die Vereinsgemeinschaft den geforderten Eigenanteil in Höhe von 27.000 Euro nachweisen. Das Geld soll jetzt bei den Taller Bürgern gesammelt werden.

»Ich kann sagen, dass wir schon gut ein Drittel der Summe zusammenhaben«, sagte Rainer Dubbert. Wie er erkennt auch Dieter Hartwig den Willen der Taller Bürger, das Projekt zu unterstützen. Neben der Barsumme müssen zusätzlich auch noch Eigenleistungen im Wert von 26.000 Euro erbracht werden.

Gestaltung des Kirchhofes

Durch die Diskussion über das Tempelhaus gerieten an diesem Abend weitere Themen in den Hintergrund. So teilte Dieter Hartwig am Rande noch mit, dass die Gemeinde 10.000 Euro im Haushalt bereitgestellt habe, um die dringenden Dinge wie die Toiletten, eine neue Eingangstür und den Fußboden im Dorfgemeinschaftshaus zu renovieren.

Jürgen Prüssner als Vertreter der Kirchengemeinde berichtete über die Fortschritte bei der Gestaltung des Kirchhofes. Hier soll rund um die Kirche ein Erlebnishof entstehen. Die alten Grabsteine sollen dann über die Geschichte des Ortes informieren. »Die Umgestaltung des Bergegartens ist aus dem Leader-Projekt gestrichen worden, weil sie nicht förderfähig ist. Aber die Maßnahmen für den Kirchenplatz sind durchfinanziert und brauchen keine Spende«, sagte er.

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