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Stiftung Eben-Ezer und Bavenhauser Bürger bauen Backhaus und feiern Richtfest

Gute Nachbarschaft

Kalletal-Bavenhausen (VZ). Richtfest in Bavenhausen: Das Backhaus, ein Projekt der Einrichtung Eben-Ezer, steht. Das Fachwerk, das in mühevoller Arbeit ganz traditionell in der Winterwerkstatt des Gemeinschaftsprojektes der Stiftung und des Heimatvereins entstand, ist aufgestellt. Zeit zum Feiern – dachten sich die Beteiligten und so trafen sich Bewohner aus Eben-Ezer und Bavenhauser Bürger auf dem Dorfplatz.

Reiner Toppmöller

Feierliches Richtfest am Backhaus in Bavenhausen:, von links: Pastor Dr. Bartolt Haase, der theologische Vorstand der Einrichtung Eben-Ezer, Mario Hecker, Vorsitzender des Heimatvereins, bedankte sich besonders bei Bruno Rischmüller-Affelt. Foto: Reiner Toppmöller

Die Gruppe aus Eben-Ezer hatte Chilli con Carne mitgebracht, aus dem Backofen gab es dazu frisches Brot und Flammkuchen. Das Gasthaus Rieke-Schulte stellte den Kaffee zur Verfügung.

Enge und gute Nachbarschaft

Der Vorsitzende des Heimatvereins, Mario Hecker, bedankte sich besonders bei Bruno Rischmüller-Affelt, der vor etwa einem Jahr mit der Idee an den Heimatverein herangetreten war. »Ich betone ausdrücklich, dass es ein Projekt von Eben-Ezer ist. Hier bauen und arbeiten Menschen aus Eben-Ezer zusammen mit unseren Dorfbewohnern. Das stärkt die Gemeinsamkeit zwischen uns und den behinderten Menschen enorm«, sagte der Vorsitzende und bedankte sich bei dem Initiator mit einem Buchgeschenk.

Pastor Dr. Bartolt Haase, der theologische Vorstand von Eben-Ezer, betonte die enge Nachbarschaft zwischen seiner Einrichtung und dem Dorf Bavenhausen. »Diese Nachbarschaft wird hier nicht nur durch dieses Projekt noch einmal deutlich, sondern sie funktioniert auch sonst wunderbar«, sagte er. Mit einem Richtspruch, den Silas Hecker vortrug, wurde das Backhausfachwerk eingeweiht.

Nach alter Handwerkstradition

Nach den Sommerferien geht es weiter. Dann sollen die Lehmziegel handgefertigt werden, mit denen die Gefache gefüllt werden sollen. Zuvor wird jedoch noch das Dach gedeckt. Die über hundertjährigen Ziegel stammen von einem Abbruchhaus aus Dörentrup und stehen schon bereit.

Das jetzt aufgestellte Fachwerk wurde von etwa 30 Helfern im der gemeinsamen Winterwerkstatt nach alter Handwerkstradition erstellt. Deckenbalken und Eingangsportal stammen sogar von einem Baum aus Bavenhausen. Das Fachwerkgerüst wurde nur mit Holznägeln und -zapfen verbunden.

Die letzten Zapfen und Nägel wurden schließlich beim Richtfest von Heinz Rawe und dem Einrichtungsbewohner Klaus sowie zwei Jugendlichen eingeschlagen.

Glocke für den Glockenturm

Anders als bei den beiden anderen Backhäusern, die zur gleichen Zeit noch innerhalb des Projektes an anderer Stelle aufgestellt werden, hat das Bavenhauser Gebäude nun auch einen eigenen Glockenturm.

Dort wird später die Dauerleihgabe aus Eben-Ezer, die Glocke aus der Heiligen-Geist-Kirche aus Alt Eben-Ezer, ihren Platz finden. Die soll dann, ganz modern, über eine App angesteuert, zu bestimmen Anlässen läuten.

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