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Sportplatz Kalldorf: erhebliche Einsparungen durch Eigenleistung

Neue Laufbahn gewünscht

Kalletal (WB/jg/rto). Der Sportplatz in Kalldorf soll im Frühsommer 2021 wieder bespielbar sein. Die Haftpflichtversicherung des Lieferanten des verunreinigten Bodens hatte in einem Vergleich 60.000 Euro an die Gemeinde überwiesen. Die Sanierung der missglückten Sanierung ist deutlich günstiger ausgefallen. Der Verein kann deshalb noch auf neue Laufbahnen und auf eine neue Sprunggrube hoffen.

Die Aktiven der SG rund um Vorsitzenden Christian Pischczan hoffen jetzt auf neue Laufbahnen. Foto: Reiner Toppmöller

Ehrenamtliche des Vereins hatten Hand angelegt, die Arbeiten auf der Spielfläche sind inzwischen weitestgehend abgeschlossen. Scherben und andere Fremdstoffe wurden entfernt, 200 Tonnen Sand mit Mutterboden gemischt. Der eingesäte Rasen geht bereits auf und wird mit zwei an Seilen laufenden Beregnern bewässert. Die Geräte sind zunächst geliehen, ein eigenes soll schon bald dazu kommen.

Auch wenn bei einigen Vereinsmitgliedern der SG Kalldorf der Frust noch zu spüren ist, so ist eins klar: Die ganze Angelegenheit ist bald Geschichte. Der zurückgetretene Vorstand um Vorsitzenden Christian Pischczan bleibt bis zur nächsten regulären Hauptversammlung im kommenden Jahr im Amt. Wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie konnte die geplante Sondersitzung mit möglichst vielen Mitgliedern bislang nicht stattfinden.

Ehrenamtlicher Einsatz

Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich dank ehrenamtlicher Unterstützung auf 34.000 Euro. Die restlichen 26.000 Euro, die die Versicherung gezahlt hat, sollen nun zu einem Teil in die Sanierung der Laufbahnen und der Sprunggrube investiert werden. Diesen Wunsch des Vereins hat die Verwaltung in eine Vorlage gefasst. Unter der Überschrift „Schadenfall Sportplatz Kalldorf hier: Zustimmung zur Sanierung der Laufbahnen und Sprunggrube“ sollen der Haupt- und Finanzausschuss am 25. August und zwei Tage später der Rat entscheiden.

„Aufgrund des unterstützenden, ehrenamtlichen Einsatzes im Zuge der bisherigen Instandsetzungsmaßnahme, der zu einer deutlichen Senkung der anfallenden Kosten geführt haben wird, erscheint es aus Sicht der Verwaltung angebracht, dem Anliegen der SG Kalldorf auf finanzieller Unterstützung zu entsprechen“, schreibt Bürgermeister Mario Hecker im Beschlussvorschlag.

Und weiter: „Unter Berücksichtigung der aktuell angekündigten Kosten für die Wiederherstellung der geschädigten Rasenfläche in Höhe von 34.000 Euro zuzüglich. 16.000 Euro für die Sanierung der Laufbahnen und Sprunggrube ergeben sich dann an die SG Kalldorf zu erstattenden Mittel in Höhe von 50.000 Euro (brutto), so dass ein Betrag von 10.000 Euro aus der erhaltenden Vergleichssumme verbleibt, aus dem verwaltungsseitig die Kosten zur Bereitstellung des Frischwassers zum Zwecke der Bewässerung der Rasenansaat bestritten werden können.“

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