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NRW-Fördermittel könnten lang diskutiertes Projekt in Heidelbeck realisieren

Neuer Fußweg für Heidelbeck

Kalletal (WB/lem). Die ersten Blätter fallen. Der Herbst steht vor der Tür. Wenn die Tevenhauser und Heidelbecker bei Wind und Regen die Heidelbecker Straße hinunter gehen, werden sie zwei Möglichkeiten haben: über den alten, matschigen und dunklen Fußweg hinter der Osterkalle oder entlang der Hauptstraße durch die beiden Ortschaften, direkt auf der Fahrbahn für die Autos.

Sie planen den Ausbau (von links): Ute Seidemann vom Fachbereich Planen und Bauen der Gemeinde Kalletal, Ratsmitglied Dirk Tölle, Jutta Brand von der Dorfgemeinschaft und Rainer Korf von der Bürgerinitiative für Verkehrssicherheit. Foto: Frank Lemke

„Keine gute Wahl“, sagt Rainer Korf von der Bürgerinitiative für die Verbesserung des Verkehrs in den beiden Dörfern. Während er mit Bürgermeister Mario Hecker, Ute Seidemann vom Fachbereich Bauen und Planen, Ratsmitglied Dirk Tölle und Jutta Brand von der Dorfgemeinschaft spricht, lässt er seinen Blick über die Verkehrssituation schweifen.

Mehr Abstand zur Fahrbahn

An der Ecke Heidelbecker Straße/Hinter den Höfen führt eine breite Brücke über die Osterkalle. Von hier aus biegt der alte Fußweg in Richtung Tevenhausen ab. Nach 210 Metern führt er wieder über die Osterkalle auf die Hauptstraße. Der Weg könnte in sicherem Abstand zur Fahrbahn weiter bis nach Tevenhausen führen. Doch die Diskussion wann, wie und wo der Fußweg ausgebaut wird, läuft schon seit vielen Jahren. Es geht um Gelder und Bodenrechte.

Eine Finanzierung ist jetzt in Aussicht. „Wir wollen den Fußweg in das Förderprogramm Dorferneuerung 2021 mit aufnehmen“, sagt Ute Seidemann. Das Land Nordrhein-Westfalen könnte bis zu 85 Prozent der Kosten übernehmen. „Der alte Fußweg ist gerade für alte Leute bei schlechtem Wetter nicht begehbar“, sagt Dirk Tölle.

Mehr Sicherheit für Schulkinder

Der Plan sieht einen schrittweisen Ausbau vor: Zuerst eine Befestigung des bereits vorhandenen Fußwegs mit Beleuchtung und Bänken zum Ausruhen für Senioren. Dann könnten weitere Maßnahmen folgen. „Langfristig haben wir den kompletten Ausbau bis nach Tevenhausen im Blick“, sagt Mario Hecker. Für diesen zweiten Schritt will die Gemeinde mit den Grundstückseigentümern sprechen.

Doch einen Schritt nach dem anderen. Der Antrag auf Fördermittel für den ersten Teilabschnitt ist derzeit in Arbeit. Wenn die Bezirksregierung die Zuschüsse bewilligt, könnten die Arbeiten 2021 erfolgen. „Das wäre die optimale Lösung“, sagt Rainer Korf. Die Kosten lägen insgesamt bei etwa 100.000 Euro.

Die Antwort auf den Antrag erwartet die Gemeinde bis Dezember. „Gerade für Schulkinder ist der Weg wichtig“, sagt Ute Seidemann, die eine Gruppe kleiner Kinder auf Fahrrädern bemerkt, die gerade auf der Hauptstraße Richtung Schlosskrug radeln.

Insbesondere am Wochenende sei die Heidelbecker Straße bei Motorradfahrern beliebt, die mit hoher Geschwindigkeit durch die Dörfer fahren. „Ein ausgebauter Fußweg würde die Verkehrssicherheit hier vor Ort deutlich erhöhen“, sagt Ratsmitglied Jutta Brand.

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